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Mordanklage: US-Millionär Durst gesteht illegalen Waffenbesitz

Millionär Durst (Archivbild 2014): Mordprozess in Los Angeles immer wahrscheinlicher Zur Großansicht
REUTERS

Millionär Durst (Archivbild 2014): Mordprozess in Los Angeles immer wahrscheinlicher

Robert Durst wird mit drei Todesfällen in Verbindung gebracht, der US-Millionär bestreitet die Vorwürfe. Vor Gericht hat er nun jedoch gestanden, illegal Waffen besessen zu haben. Damit rückt ein Mordprozess näher.

Neue Entwicklungen um den New Yorker Millionär Robert Durst: Der 72-jährige Immobilienerbe hat sich vor einem Gericht in New Orleans im US-Staat Louisiana wegen illegalen Waffenbesitzes schuldig bekannt. Das berichte die Staatsanwaltschaft. Damit ist der Weg frei für Dursts Überstellung nach Los Angeles, wo er wegen Mordvorwürfen vor Gericht kommen soll.

Spätestens Mitte August soll Durst nun nach Kalifornien verlegt werden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der "Los Angeles Times" mitteilte.

Durst steht unter Verdacht, vor vielen Jahren die Krimi-Autorin und Gangster-Tochter Susan Berman getötet zu haben - mutmaßlich um ein weiteres Verbrechen zu vertuschen. Berman wurde im Dezember 2000 getötet, kurz bevor sie bei der Polizei zu dem mysteriösen Verschwinden von Dursts erster Ehefrau im Jahr 1982 befragt werden sollte. Im März vergangenen Jahres war er nach jahrzehntelanger Flucht in New Orleans festgenommen worden.

Der Millionär wird mit drei Todesfällen in Verbindung gebracht: Anfang 1982 verschwand seine Frau Kathie spurlos. 18 Jahre später wurde seine Freundin erschossen aufgefunden. 2001 wurden Leichenteile von Dursts Nachbarn gefunden. Er kam in diesem Fall vor Gericht, verteidigte sich aber mit Notwehr. Er wurde vom Mordvorwurf freigesprochen.

Durst hat wiederholt seine Unschuld beteuert. Im vorigen Jahr geriet er in die Schlagzeilen, als er sich für eine Dokumentation des US-Senders HBO interviewen ließ. Dabei soll sich der Millionär versehentlich selbst belastet haben, als er auf einer Toilette ein Selbstgespräch führte, das aufgezeichnet wurde.

kry/dpa/AFP

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