Wegen Vergewaltigung Fußball-Star Robinho zu neun Jahren Haft verurteilt

Er soll 2013 gemeinsam mit fünf anderen Männern eine Frau vergewaltigt haben: Ein italienisches Gericht hat den Fußballer Robinho nun schuldig gesprochen. Ins Gefängnis muss der Brasilianer aber vorerst nicht.

Robinho (Archivbild)
AFP

Robinho (Archivbild)


Ein italienisches Gericht hat Fußballprofi Robinho in Abwesenheit wegen Vergewaltigung zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, 2013 gemeinsam mit fünf anderen Brasilianern eine albanische Frau in einer Mailänder Diskothek abgefüllt und mehrfach vergewaltigt zu haben. Die Frau war damals 22 Jahre alt. Sie hatte im Prozess als Zeugin ausgesagt.

Die Staatsanwaltschaft hatte laut italienischen Zeitungsberichten zehn Jahre Haft gefordert. Robinho, der mit bürgerlichem Namen Robson de Souza heißt, spielte von 2010 bis 2014 für den AC Mailand. Zuvor stand er auch bei Real Madrid unter Vertrag. Für die brasilianische Nationalelf lief der Stürmer insgesamt 99 Mal auf. Inzwischen spielt der 33-Jährige in seiner Heimat für Atletico Mineiro.

Robinho streitet Vorwürfe ab

Ein Freund Robinhos wurde ebenfalls zu neun Jahren Haft verurteilt. Die anderen vier Angeklagten seien nicht auffindbar, berichtete das Gericht. Robinho und der Freund werden die Frau zudem jeweils mit 60.000 Euro entschädigen müssen. Die Verteidigung kündigte Einspruch gegen das Urteil an. Robinho streitet die Tat ab. Sein Anwalt teilte mit: "Wir stellen klar, dass er (Robinho) sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat und darauf besteht, nicht an der Episode beteiligt gewesen zu sein."

Robinho hat laut Gericht die Möglichkeit, in Revision zu gehen. Ein Auslieferungsantrag soll erst gestellt werden, wenn ein endgültiges Urteil gegen den brasilianischen Fußball-Star feststeht.

koe/Reuters



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