US-Bundesstaat New York Mutmaßlicher IS-Sympathisant wegen Anschlagsplans festgenommen

An Silvester wollte er offenbar zuschlagen: Die US-Behörden beschuldigen einen 25-Jährigen, ein Attentat auf ein Lokal in Rochester geplant zu haben. Der Mann behauptet demnach, im Auftrag des "Islamischen Staats" zu handeln.


In den USA ist am Donnerstag ein 25-Jähriger festgenommen worden, der offenbar am Silvesterabend einen Anschlag auf ein Bar-Restaurant verüben wollte. Emanuel L. habe "einen bewaffneten Angriff auf Zivilisten" im Gebiet der Stadt Rochester im Bundesstaat New York geplant, teilten die Behörden mit. Demnach hat der junge Mann angegeben, er habe Anweisungen von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aus dem Ausland bekommen.

Der zuständige Staatsanwalt William Hochul sagte, die Festnahme sei eine Botschaft an all jene, die womöglich Attentate im Namen des IS planten: "Ihr werdet gefasst, ihr werdet bestraft", sagte er.

Emanuel L. ist Gerichtsunterlagen zufolge ein muslimischer Konvertit mit einem längeren Strafregister, darunter eine Verurteilung wegen eines Raubs.

L. wurde in einer FBI-Aktion mithilfe von drei bezahlten Informanten überführt. Dem FBI zufolge habe er mit einem der Informanten Messer, eine Machete, Skimasken und Kabelbinder gekauft.

Die Stadt Rochester liegt im Westen des US-Bundesstaats New York am Ontario-See, über 530 Kilometer nordwestlich von Manhattan. In New York, wo rund eine Million Menschen am Silvesterabend auf dem Times Square erwartet werden, herrschen wegen der Anschlagsgefahr strenge Sicherheitsvorkehrungen. Tausende Polizisten, darunter Hunderte einer neuen Anti-Terror-Einheit, sind dort im Einsatz.

fbe/Reuters/AFP

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