Razzien NRW-Innenminister verbietet Hells Angels in Köln

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat erneut einen Rockerclub verboten - diesmal traf es die Hells Angels in Köln. Hunderte Polizisten durchsuchen Clubhäuser sowie mehr als 30 Wohnungen und stellen Vereinsvermögen sicher.

dapd

Köln - Ralf Jäger geht in seinem Bundesland weiter hart gegen Rocker vor: Der nordrhein-westfälische Innenminister (SPD) hat erneut einem Rockerclub die Rote Karte erteilt. Der Club Hells Angels MC Cologne sei verboten und aufgelöst worden, teilte das Innenministerium am Donnerstagmorgen mit. Das Verbot gelte auch für einen Unterstützerclub.

Zeitgleich mit der Bekanntgabe des Verbots durchsuchten mehrere hundert Polizeibeamte die Clubhäuser auf dem Vereinsgelände in Frechen bei Köln. Außerdem wurden den Angaben zufolge mehr als 30 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsucht.

Bei den Razzien solle Beweismaterial gesammelt und Vereinsvermögen sichergestellt werden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei, die die Aktion leitet. Wegen der Gefährlichkeit mehrerer Rocker seien Spezialeinheiten an dem Einsatz beteiligt.

Erst in der vergangenen Woche hatte Jäger einen Club der rivalisierenden Rockerbande Bandidos in Aachen verboten.

siu/dpa



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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
spatenheimer 03.05.2012
1.
Oh nein! Die armen Rocker! Das sind doch alles nur harmlose Motorradfahrer! Wie kann man denen nur so etwas antun?
stefanbodensee 03.05.2012
2. Artenschutz
Ja, das stimmt, die armen 'Engel' können einem echt leid tun. Sie wollen doch nur einfach Motorradfahren und Spaß haben - und keiner kann das verstehen, eine wirklich böse Welt. Woher nur immer diese dummen Gerüchte über Nebentätigkeiten im Bereich Glückspiel, Prostitution und Security kommen, ich kann es nicht verstehen. Arme Engel
MrStoneStupid 03.05.2012
3. Hoffentlich hat es vorher ...
... umfangreiche verdeckte Ermittlungen gegeben, auch mit nachrichtendienstlichen Methoden. Besonders interessant sind doch Hintermänner und Kontakte zur OK, zu korrupten Beamten, Anwälten, etc. Laßt mich raten: natürlich nicht, Deutschland ist noch nicht so weit. (imho)
felisconcolor 03.05.2012
4. Die Angels
wissen ja nun schon seit längerem das sie auf "der Liste" stehen. ich würd mich totlachen, wenn nach einem Verbot und anschliessender Razzia mal "nichts" gefunden würde. Aber leider denken die Angels nicht in den Bahnen und ihre Rechtsbeistände sind wohl auch nicht die klügsten. Einfach mal ins Leere laufen lassen den Laden. Das Gesicht des Herrn Innenminister möchte ich dann sehen wie er aus der Sache wieder heraus kommt.
freebiker 03.05.2012
5. Augenwischerei
Ende der 90er hat der Staat zugeschaut als kleine Clubs, in denen es nur ums motorradfahren ging, aus der Szene gedrängt wurden. Die amerikanischen Clubs hatten doch genug Zeit zu wachsen und sich zu festigen. In den Supporterclubs sind zum Teil mittlerweile Hooligans, die nicht mal Motorrad fahren können.... Im Augenblick halten die Clubs doch eh nur den Kopf für die Politik hin, sie sind ein Grune für die Vorratsdatenspeicherung, mit rer auch der arbeitende Bürger überwacht wird. Ausserdem: wen interresiert schon eine Schlägerei zwischen Rockern? Der Staat sollte lieber schauen, wie er für mehr Sicherheit in U- und S-Bahn sorgt, da haben wir alle mehr von.
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