Hamburg - Neun Tage nach dem Bootsunglück auf der Hamburger Außenalster haben Segler die Leiche des 13-jährigen Jungen entdeckt. Der Körper trieb ganz in der Nähe der Fahrwassertonne, an der er gekentert war, so eine Polizeisprecherin. Beamte der Wasserschutzpolizei bargen ihn am Sonntagmorgen aus dem Wasser. Die Leiche wurde zur Obduktion in das Institut für Rechtsmedizin gebracht, ein Kriseninterventionsteam betreute die Eltern.
Der 13-Jährige war beim Kindertraining seines Ruderdlubs mit einem Ruderboot, einem Renn-Einer, gegen die Boje gestoßen und in dem kalten Wasser gekentert. Seit dem Unfall hatten Einsatzkräfte im trüben Wasser der Außen- und Binnenalster und am Ufer intensiv nach dem Jungen gesucht. Drei Tage lang waren Taucher von Polizei, Feuerwehr und DLRG im Einsatz. Auch mit Hilfe eines Hubschraubers und von Wärmebildkameras und Sonargeräten konnte der Junge nicht gefunden werden. Die Polizei hatte den Gewässerbereich selbst mit einer Art Unterwasser-Rechen durchkämmt.
Nach dem Kentern in 250 Meter Entfernung vom Ufer hatte sich der Junge nach Zeugenangaben zunächst an seinem Boot festhalten können. Als die Rettungskräfte eintrafen, war er nicht mehr an seinem Boot. Der Teenager hatte keine Schwimmweste an, die ihm möglicherweise das Leben hätte retten können. Die Hilfsorganisation DLRG forderte nach dem Unglück, alle Wassersportler sollten Rettungswesten tragen. Beim Rudern gibt es nach Auskunft der Schulbehörde - an einigen Hamburger Schulen wird gerudert - keine Pflicht, eine Rettungsweste zu tragen. Beim Segeln dagegen sei sie bei Kindern bis zum zwölften Lebensjahr Vorschrift.
lei/dpa
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