Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Streit wegen Krankenschwester: Russischer Arzt erschlägt Patienten

Szene aus YouTube-Video: Dem Arzt drohen zwei Jahre Haft Zur Großansicht
YouTube

Szene aus YouTube-Video: Dem Arzt drohen zwei Jahre Haft

Ein russischer Arzt hat sich offenbar derart über einen Patienten aufgeregt, dass er ihm einen tödlichen Faustschlag versetzte. Der Vorfall wurde auf Video festgehalten, die Polizei ermittelt.

In Russland hat ein Arzt einen Patienten im Streit mit einem einzigen Schlag getötet. Der Vorfall ereignete sich bereits am 29. Dezember in der westrussischen Stadt Belgorod. Doch erst nachdem Aufnahmen der Überwachungskameras auf YouTube und im Fernsehen gezeigt wurden, ging die Justiz dem Fall nach. Nun wird gegen den Chirurgen ermittelt, wie die Behörden mitteilten.

Das Video zeigt, wie der Arzt den Patienten von der Liege zerrt. "Warum hast du die Krankenschwester angefasst?", fragt er den Mann und schubst ihn aus dem Untersuchungszimmer. Als der Patient zurückkehrt, schlägt der Mediziner ihm ins Gesicht. Der Mann mittleren Alters fällt daraufhin zu Boden. Nach Angaben der Ermittler zog er sich bei dem Sturz auf den Hinterkopf ein tödliches Schädel-Hirn-Trauma zu.

Der Arzt rangelte nach dem Schlag zunächst mit Begleitern des laut Medienangaben 56 Jahre alten Mannes. Erst Minuten später kümmerte er sich um den regungslosen Patienten. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Dem Arzt droht wegen fahrlässiger Tötung eine Haftstrafe von zwei Jahren.

Einige russische Medien beschuldigten die Ermittlungsbehörden, sie hätten den Vorfall zu vertuschen versucht. Erst nach dem öffentlichen Aufschrei seien sie aktiv geworden. Die Ermittler wiesen den Vorwurf zurück.

kbl/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 109 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Vertuschen ?
cum infamia 09.01.2016
..mit dieser Fähigkeit wären sie ja im Deutschland einer Frau Merkel gerade sehr gefragt !
2. Als Chefarzt
ganymed111 09.01.2016
Einer Klinik mit großer Notfall Ambulanz weiß ich, dass das Pflegepersonal häufig von randalierenden Patienten angegangen wird; unlängst wurde eine Pflegekraft bei einem tätlichen Angriff eines alkoholisierten Patienten schwer verletzt; die Stuation und der Angriff konnte mit Hilfe der Polizei erfolgreich beendet werden. Ärzten und medizinischem Personal sind Verteidigungshandlungen mit körperlicher Gewalt streng verboten, auch wenn viele meiner Kollegen und Kolleginnen inzwischen Kampfsportarten ausüben; zur Sicherheit des medizinischen Personals stellen große Kliniken in ihren Ambulanzen schon private Sicherheitsdienste; Selbstverständlich ist das Verhalten des russischen Kollegen durch nichts zu rechtfertigen..:-(
3.
D_v_T 09.01.2016
Fahrlässige Tötung? Ist doch wohl vielmehr Totschlag.
4. Deutsche Medien sollten mit
linkereuropäischerpatriot 09.01.2016
Unterstellungen bezüglich behördlicher und medialer Vertuschung schön zurück nehmen! Das Schweigekartell wird in Deutschland auch nur durch soziale Netzwerke aufgebrochen. Wehe der Frau, die nicht auf öffentlichen Plätzen atakiert wird. Sie wird alleine und gut abgeschirmt in ihrem Krankenhausbett leider nicht öffentlich berichten können. Das Vertrauen in unseren Rechtstaat ist spätestens mit dem Satz der Kanzlerin: "Aufklärung ohne Rücksicht auf Hintergrund und Herkunft" verlohren. Wie wurden den Straftaten vor dem 01.10.2016 verfolgt???!
5. Zwei Jahre?
prendergast 09.01.2016
Unvorstellbar was ein Menschenleben wert ist. Traurig das sowas überhaupt passiert, aber bei zwei jahren höchststrafe wird das wohl häufiger vorkommen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: