Russischer Serienkiller Ex-Polizist für 56 weitere Morde verurteilt

Michail Popkow verbüßt bereits eine lebenslange Freiheitsstrafe, weil er 22 Frauen vergewaltigt und getötet hat. Nun wurde der frühere Polizist in Sibirien wegen Dutzender weiterer Morde schuldig gesprochen.

Michail Popkow
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Michail Popkow


Ein Gericht in Russland hat einen ehemaligen Polizisten wegen 56 Morden verurteilt. Michail Popkow wurde damit schuldig befunden, insgesamt 78 Menschen getötet zu haben. Der 54-Jährige war bereits 2015 wegen der Vergewaltigung und Ermordung von 22 Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Die weiteren 56 Morde wurden zwischen 1992 und 2007 verübt, wie die Staatsanwaltschaft Irkutsk mitteilte. Sie warf Popkow demnach eine "pathologische Lust am Töten von Menschen" vor.

Nach seiner ersten Verurteilung hatte er 59 weitere Morde gestanden, in 56 Fällen wurde er nun schuldig gesprochen. Drei Morde konnten ihm die Ermittler nicht nachweisen, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Popkow, der bis 1998 Polizist war, hatte seine Opfer im sibirischen Angarsk nachts in seinen Dienstwagen gelockt, sie vergewaltigt und erstochen. Die Leichen wurden später im Wald, am Straßenrand und auf einem Friedhof gefunden. Zwei Frauen überlebten mit schweren Verletzungen.

Kaum Spuren hinterlassen

Seine Opfer waren mit Ausnahme eines Polizisten Frauen im Alter von 16 bis 40 Jahren. Nach seiner Festnahme hatte Popkow laut Medienberichten ausgesagt, er habe die Stadt von Prostituierten "säubern" wollen.

Die Ermittler hatten schon früh vermutet, dass ein Polizist hinter den Morden stecken könnte, weil der Täter kaum Spuren hinterließ. Um ihn zu finden, ordneten die Behörden einen Massengentest an. Überprüft wurden vor allem Besitzer von Autos, zu denen die Reifenspuren an den Tatorten passten.

Wie russische Medien unter Berufung auf ehemalige Kollegen berichteten, war Popkow an den Ermittlungen zu einigen seiner Verbrechen selbst beteiligt. Er wurde schließlich 2012 in Wladiwostok gefasst, wo er ein Auto kaufen wollte. Seine Haftstrafe verbüßt er in einem speziellen Straflager für ehemalige Ordnungshüter.

Popkows Taten gelten als grausamste Mordserie in der russischen Kriminalgeschichte. 2007 war der Serienkiller Alexander Pitschuschkin wegen 48-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte nach eigenen Angaben geplant, 64 Menschen zu töten - so viele wie ein Schachbrett Felder hat. Andrej Tschikatilo wurde zu Sowjetzeiten wegen 53 Morden verurteilt.

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wit/AFP



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