Feuer mit vier Toten in Saarbrücken Brandstifterin zu elf Jahren Haft verurteilt

Vier Menschen starben, weil eine Mieterin in Saarbrücken ein Wohnhaus ansteckte. Nun hat ein Gericht die Brandstifterin zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Frau muss sich auch in Therapie begeben.

Feuerwehreinsatz in Saarbrücken (am 3.Dezember)
DPA

Feuerwehreinsatz in Saarbrücken (am 3.Dezember)


Eine Brandstifterin, die ein Wohnhaus in Saarbrücken anzündete und so den Tod von vier Menschen verursachte, muss ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte die Frau zu elf Jahren Freiheitsstrafe. Außerdem ordneten die Richter an, dass die Frau nach frühestens dreieinhalb Jahren Haft zur Behandlung ihrer Alkohol- und Drogensucht in eine Therapieeinrichtung kommt.

Die Kammer schloss sich der Einschätzung einer Gutachterin an, wonach die Angeklagte zur Tatzeit unter Drogeneinfluss stand, ihre Steuerungsfähigkeit eingeschränkt und sie daher nur vermindert schuldfähig war.

Der Vorsitzende Richter sprach von "einer der schlimmsten Brandkatastrophen des Saarlandes". Die Täterin hatte Anfang Dezember vergangenen Jahres in einem sechsstöckigen Wohnhaus in Saarbrücken ein Feuer gelegt, vier Männer starben. Die Brandkatastrophe hatte eine Debatte über die Ausstattung der Feuerwehr ausgelöst, zudem ermittelte die Polizei gegen mehrere Gaffer.

Die Angeklagte selbst hatte sich auf Rat ihres Verteidigers während der sechs Sitzungstage vor Gericht nicht geäußert. In ihrem letzten Wort sagte sie, dass es ihr leid tue. Weil alle Beteiligten auf Rechtsmittel verzichten, ist das Urteil rechtskräftig.

mxw/dpa



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