Nach Verfolgungsjagd über 120 Kilometer Polizei fasst mutmaßlichen Autodieb

Erst auf der Autobahn, dann auf der Bundesstraße - und quer durch Sachsen: Ein in Nordrhein-Westfalen gestohlenes Auto wurde in Ostdeutschland gesichtet. Der Fahrer wurde erst nach 120 Kilometern und mehreren Unfällen gefasst.


Nach einer wilden Verfolgungsjagd über rund 120 Kilometer durch Sachsen hat die Polizei in Bischofswerda einen mutmaßlichen Autodieb festgenommen. Bei Fahndungsmaßnahmen auf der Autobahn 4 bei Chemnitz sei am Dienstag ein in Herten in Nordrhein-Westfalen gestohlenes Luxus-SUV aufgefallen, teilte die Polizei mit. Der Wagen sei in Richtung Osten unterwegs gewesen. Mit einem Polizeihubschrauber in der Luft und Einsatzwagen auf der Straße wurde das Auto verfolgt.

In Dresden verließ der 43 Jahre alte Fahrer mit dem gestohlenen Wagen die Autobahn. Anschließend raste er die Bundesstraße 6 Richtung Bischofswerda - immer unter Beobachtung der Hubschrauberbesatzung.

Auf der Flucht kam der Fahrer von der Straße ab und beschädigte einen Weidezaun. Der 43-Jährige setzte die Fahrt trotzdem fort und baute erneut einen Unfall. Der Geländewagen überschlug sich dabei, der Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und verletzt. Das Auto landete in einem Vorgarten. Die Bewohner des Hauses konnten sich den Angaben zufolge rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Tatverdächtige wurde laut Polizei nach kurzer weiterer Flucht zu Fuß gefasst. An dem gestohlenen Wagen entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

ulz/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.