Falscher Alarm Sächsischer Dialekt verrät vermeintlichen Bombenleger

Ein Mann hat gestanden, in München eine Bombendrohung abgesetzt zu haben. Er flog auf, weil Polizisten sein sächsischer Dialekt aufgefallen war.


An einer U-Bahnstrecke wird eine Bombe hochgehen: Mit dieser Drohung meldete sich ein Anrufer bei der Feuerwehr in München. Dass es keinen Sprengsatz gab, war bald klar - ebenso, dass der Mann offenbar aus Sachsen kam. Der Dialekt des Leipzigers sei auffallend gewesen, teilte die Polizei mit. Der Anrufer nannte am Telefon sogar seinen Namen. Dennoch konnten ihn Polizisten zunächst nicht ausfindig machen.

Die Suche endete mit einem Anruf eines Hotelmitarbeiters, der den Beamten Probleme mit einem Betrunkenen schilderte. Da der Krawallmacher Sächsisch sprach, erinnerten sich die Polizisten an den falschen Alarm und nahmen den 29-Jährigen fest. Bei der Vernehmung gestand der Mann die Bombendrohung.

Der Mann wurde später freigelassen. Ihm droht ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und wegen des Missbrauchs von Notrufen. Das kann mit einer Geldstrafe geahndet werden, aber auch eine Haftstrafe bis zu drei Jahren ist möglich. Die Münchner Polizei stuft ihn als Trittbrettfahrer infolge des Terroralarms in der Silvesternacht ein.

ulz/dpa

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