Salzhemmendorf Drei Angeklagte gestehen Brandanschlag auf Flüchtlingsheim

Zwei Männer und eine Frau sind wegen eines Brandanschlags auf die Wohnung einer Mutter aus Simbabwe angeklagt. Vor Gericht haben sie die Tat nun gestanden - und alles auf den Alkohol geschoben.

Angeklagte vor dem Landgericht Hannover: Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord vor
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Angeklagte vor dem Landgericht Hannover: Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord vor


Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf haben die drei Angeklagten die Tat gestanden. Hauptauslöser für die Tat sei Alkohol gewesen. Sie ließen ihre Verteidiger Erklärungen verlesen, in denen sie zugaben, Ende August einen Molotowcocktail gebaut und in die Wohnung einer Mutter aus Simbabwe geworfen zu haben. Nur durch Glück wurde damals niemand verletzt.

Die beiden 25 und 31 Jahre alten Männer und die 24-jährige Frau müssen sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Staatsanwältin warf ihnen eine Tat auf "unterster sittlicher Stufe" vor.

Alle drei Angeklagten erklärten, sie bereuten den Anschlag zutiefst. Vor der Tat hörten sie Musik rechtsradikaler Bands. Sie seien aber nicht grundsätzlich fremdenfeindlich, sagten sie.

In einer Garage bauten die beiden Männer aus einer leeren Weinbrandflasche den Brandsatz, der ältere der beiden warf ihn schließlich. Er wurde von den anderen als Haupttäter beschrieben. "Ich bin mir sicher, dass ich mich nüchtern nie an der Tat beteiligt hätte", hieß es in der Erklärung des 25 Jahre alten Angeklagten. Die Frau soll die beiden anderen zur Flüchtlingsunterkunft gefahren haben.

Eines der Opfer, eine Mutter aus Simbabwe, leidet noch immer unter den Folgen der Tat. "Sie ist sehr ängstlich, sie hat hier ihr zweites Trauma erlebt", sagte der Anwalt der 34-Jährigen.

lba/dpa

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