San Francisco Angreifer eröffnet Feuer in UPS-Lager - mindestens vier Tote

Die Angestellten des Paketdienstes UPS hielten gerade ihre morgendliche Besprechung ab, als ein Mitarbeiter begann, um sich zu schießen. Drei Menschen starben, danach nahm sich der Täter das Leben.

UPS-Trucks vor dem Lager in San Francisco
REUTERS

UPS-Trucks vor dem Lager in San Francisco


In San Francisco hat ein Mann in einem Lager des Paketdienstes UPS um sich geschossen und dabei mindestens drei Mitarbeiter getötet. Als die Polizei eintraf, beging der Täter Suizid. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Dies sei eine "schreckliche Tragödie", sagte der Beamte. Es gebe aber keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Das Motiv sei noch unklar.

Laut Polizei hatte der Mann in einer UPS-Uniform das Gebäude betreten und zahlreiche Schüsse abgegeben. Fünf Menschen wurden getroffen, drei davon tödlich, über den Zustand der beiden weiteren Verletzten waren zunächst keine Einzelheiten bekannt. Zudem hätten sich fünf Menschen bei der Flucht aus dem Gebäude Verletzungen zugezogen.

UPS-Mitarbeiter gaben an, sie hätten zahlreiche Schüsse gehört. Die Polizei riegelte die Straßen um das Gebäude ab. Passanten wurden angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen. Augenzeugen berichteten von mehreren Verletzten vor dem Gebäude, die mit Krankenwagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert wurden.

Nach Angaben des Paketdienstes handelt es sich bei dem Schützen offenbar um einen verärgerten Mitarbeiter des Unternehmens. Er habe während einer morgendlichen Besprechung der Angestellten um sich geschossen, sagte ein UPS-Sprecher. In dem Logistikzentrum, in dem Pakete für den Versand im Großraum San Francisco vorbereitet werden, arbeiten nach Angaben des Unternehmens 350 Menschen.

max/dpa/AFP



insgesamt 5 Beiträge
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Mike1108 15.06.2017
1. schrecklich
Was da passiert ist, ist schrecklich! Aber wann ist den ein terroristischer Hintergrund gegeben und wann nicht??? Muss man einer bestimmten Religion angehören, damit das Erschießen anderer Menschen Terrorismus ist?
wll 15.06.2017
2.
Zitat von Mike1108Was da passiert ist, ist schrecklich! Aber wann ist den ein terroristischer Hintergrund gegeben und wann nicht??? Muss man einer bestimmten Religion angehören, damit das Erschießen anderer Menschen Terrorismus ist?
Terroristen wollen eine Bevölkerungsgruppe oder die ganze Bevölkerung einschüchtern, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Wenn jemand aus persönlichem Ärger auf Kollegen schießt, oder beispielsweise auf seine Ex, weil er die Trennung nicht verkraftet hat, dann liegt dieser Hintergrund eben nicht vor. Denen ist die Bevölkerung oder Politik egal, die reagieren sich "nur" ab.
Celegorm 15.06.2017
3.
Zitat von Mike1108Was da passiert ist, ist schrecklich! Aber wann ist den ein terroristischer Hintergrund gegeben und wann nicht??? Muss man einer bestimmten Religion angehören, damit das Erschießen anderer Menschen Terrorismus ist?
Es gibt zwar gewisse Unschärfen beim Terrorismusbegriff, sicher ist jedoch, dass dieser eine politische Komponente bedingt. Gewalt ist also erst dann Terrorismus, wenn damit politische Ziele verfolgt werden, spezifisch die Destabilisierung und Überwindung der herrschenden Ordnung. Eine spezifische Religion ist dafür nicht von Nöten, sondern lediglich eine entsprechende Ideologie und Motivation. Schliesslich wird areligiöse Gewalt wie jene der RAF, ETA oder des NSU gemeinhin auch als Terrorismus eingestuft. Ein persönlicher Amoklauf ohne gefestigte politische Ziele ist hingegen kein Terrorismus.
observerlbg 15.06.2017
4. Mit einer Schießerei in Boston im März 1770 begann die amerikanische Unabhängigkeit...
Mit einer Schießerei in einer Großstadt beginnt ein "normaler" Arbeitstag in den USA. Aber für Europa wird Terrorwarnung in den USA verkündet. Der US-Bürger hat schon eine sehr verzerrte Risikobewertung. Ich nehme an, die NRA hat gleich wieder den Lösungsvorschlag gemacht, zukünftig alle UPS-Mitarbeiter mit Waffen auszustatten, damit sie sich zukünftig gegen einen derartigen Angriff wehren können. Äh, nein, nicht ich bin hier der Zyniker.
Wunderläufer 15.06.2017
5. Genau
Sinngemäß hatte ich die gleichen Gedanken: so lange es zur DNA der USA gehört, dass jeder Mensch Schusswaffen tragen darf, so lange kommt es immer wieder zu solchen Vorkommnissen. Mein letztes Gramm an Verständnis war aufgebraucht, als vor Jahren eine junge Frau, die zuvor einer solchen Schießerei entkommen konnte interviewt wurde. Der Fau fiel nichts Besseres ein als zu sagen, dass sie leider selbst keine Waffe dabei gehabt hatte
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