Sandy Hook Familien getöteter Schüler verklagen Verschwörungstheoretiker

27 Menschen starben beim Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut. "Ente" nannte ein Verschwörungstheoretiker die Nachricht. Jetzt haben ihn Eltern der Opfer verklagt.

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Sechs Familien haben den US-Radiomoderator Alex Jones verklagt. Sie werfen ihm laut "USA Today" Verleumdung vor. Bei den Klägern handelt es sich um Hinterbliebene von Schülern, die beim Massaker an der "Sandy Hook Elementary School" in der Kleinstadt Newtown getötet worden waren. 27 Menschen starben im Dezember 2012, darunter 20 Schüler.

Die Meldung hatte Alex Jones auf seiner Website "Infowars" als "Ente" bezeichnet und behauptet, es handle sich bei den Eltern der getöteten Schüler um bezahlte Schauspieler, wie der "Guardian" berichtet. Der Anwalt der Familie sagte laut "USA Today", Jones habe gewusst, dass seine Behauptungen falsch waren. Trotzdem habe er sie gemacht, um mit dem Leid der Familien Geld zu verdienen.

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Sandy Hook: Massaker an einer Grundschule

Die Klage sei bei einem Gericht in Connecticut eingereicht worden. Die Familien fordern finanzielle Entschädigungen, in welcher Höhe stand laut "USA Today" nicht in der Klage.

Schon im April haben dem "Guardian" zufolge mehrere Familien den Verschwörungstheoretiker verklagt. Sie fordern eine Million Dollar. Der Vater eines getöteten Sechsjährigen sagte im April, seine Familie sei bedroht und belästigt worden; ihm sei gesagt worden, dass sein Sohn gar nicht existiere.

Jones veröffentlichte dem Bericht zufolge im vergangenen Monat ein Video, in dem er sagte, das Massaker sei "wirklich passiert". Die Familien würden jedoch von der Demokratischen Partei und Medien ausgenutzt. Außerdem werde die Klage ohnehin abgewiesen.

Der ultrarechte Moderator ist für seine hetzerische Propaganda berüchtigt. Über seine Radioshow und seine Website erreicht er Millionen von Amerikanern. Präsident Donald Trump schmeichelte ihm einmal: "Dein Ruf ist fantastisch."

jpz

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