Schleswig-Holstein Ermittler finden vergrabene Leiche von vermisster Ehefrau

Eine Frau wurde vermisst. Die Polizei verdächtigte den Ehemann, sie getötet zu haben. Jetzt wurde die Leiche der Frau gefunden - in Plastik verschnürt im eigenen Garten vergraben.


Die seit knapp drei Wochen vermisste Frau aus Schleswig-Holstein ist tot. Ihre Leiche wurde in Plastikfolie verpackt auf dem Grundstück ihrer Familie nahe Scharbeutz an der Ostsee gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Todesursache stehe noch nicht fest, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst. Die 41 Jahre alte Frau war seit dem 29. Dezember 2017 vermisst worden. Ihr Ehemann wurde Anfang Januar unter dringendem Tatverdacht festgenommen, seine Frau getötet zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Tat.

Am Dienstagvormittag hatten 35 Polizisten mit Schaufeln und Sonden das Grundstück in dem 200 Einwohner kleinen Ort Wulfsdorf in Ostholstein abgesucht, wo die Familie wohnte. In einem Beet am Rande des Grundstücks seien sie dabei auf ein in Plastikfolie gewickeltes und verschnürtes Paket gestoßen, sagte Hingst.

"Form, Größe und Gewicht legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen menschlichen Körper handeln könnte", sagte sie. "Wir haben das Folienpaket in die Rechtsmedizin nach Lübeck gebracht. Beim Öffnen kam dann der Leichnam der Vermissten zum Vorschein", sagte die Oberstaatsanwältin. Angaben zum Ablauf der Tat und zu möglichen Motiven machte die Staatsanwaltschaft bislang nicht.

Zuvor war intensiv nach der vermissten Frau gesucht worden. Die 41-Jährige war nicht an ihrer Arbeitsstelle in einem Hotel im Ostseebad Scharbeutz erschienen. Kollegen meldeten sie daraufhin als vermisst. Schnell geriet der 39-jährige Ehemann unter Verdacht. Der 10 Jahre alte Sohn des Paares befindet sich laut Hingst seit der Festnahme des Vaters in der Obhut von Angehörigen.

apr/dpa

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