Kalifornien Schießerei in Santa Monica - fünf Tote

Schießerei in Kalifornien: In Santa Monica hat ein Mann um sich geschossen und vier Menschen ermordet - nur fünf Kilometer entfernt von einer Veranstaltung, die US-Präsident Obama besuchte. Die Polizei tötete den mutmaßlichen Täter.

REUTERS

Los Angeles - Ein Amokläufer hat im kalifornischen Santa Monica vier Menschen erschossen. Ein weiteres Opfer sei mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, teilte am Freitag der Polizeichef der in der Nähe von Los Angeles gelegenen Stadt mit. Die Polizei hatte zuvor eine höhere Opferzahl genannt, korrigierte diese jedoch später.

Der Mann begann den Angaben zufolge zunächst in einem Haus zu schießen. Das Gebäude geriet in Brand. Danach habe er an mehreren Orten, unter anderem auf einem College-Campus, "aufs Geratewohl" das Feuer eröffnet. Der ganz in Schwarz gekleidete Tatverdächtige sei in der Bibliothek des Santa Monica College von Polizisten gestellt und getötet worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der schwerbewaffnete Mann zuvor eine Reihe von Verbrechen verübt hatte.

In dem brennenden Haus wurden zwei Leichen gefunden. Die Opfer seien möglicherweise mit dem Schützen verwandt, sagte Polizeisprecher Richard Lewis am Freitagabend (Ortszeit). Der "Los Angeles Times" zufolge soll es sich um den Vater und einen Bruder des Mannes handeln.

Sie geht inzwischen davon aus, dass der Schütze allein handelte. Eine weitere "Person von Interesse", die nach dem Blutbad zunächst vernommen wurde, steht nach Angaben der Ermittler nicht mehr unter Verdacht.

Der Tatort liegt nur etwa fünf Kilometer entfernt vom Veranstaltungort einer Spendengala, bei der etwa zum Zeitpunkt der Attacke US-Präsident Barack Obama aufgetreten war. Der US-Geheimdienst teilte mit, dass die Schießerei keinen Einfluss auf die vom Präsidenten besuchte Veranstaltung gehabt habe. Bislang werde die Tat als örtliche Angelegenheit betrachtet.

Das College von Santa Monica besuchen rund 34.000 Studierende. Es liegt in einer Wohngegend und in unmittelbarer Nähe zum Strand. Studenten berichteten der "Los Angeles Times", dass sie sich in Todesangst in einem Hörsaal versteckten, das Licht ausmachten und auf den Boden legten, als sie von den Schüssen hörten. Einsatzteams waren viele Stunden lang damit beschäftigt, das College zu räumen.

bos/bim/AFP/AP/Reuters/dpa



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