Connecticut: 27 Menschen sterben bei Schießerei an US-Grundschule

Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut: Mindestens ein bewaffneter Mann feuerte in der Stadt Newtown auf Schüler und Lehrer, 27 Menschen starben, darunter 18 Kinder. Nach Angaben der Polizei ist der Schütze tot.

Newtown - Eine schreckliche Bluttat erschüttert die USA: In der Kleinstadt Newtown hat es eine Schießerei an einer Grundschule gegeben. Die Situation vor Ort ist noch unübersichtlich. Noch ist unklar, wie viele Opfer es gibt. Auf einer kurzfristig vor Ort einberufenen Pressekonferenz sprach ein Vertreter der Staatspolizei von "zahlreichen Toten", wollte aber keine Zahlen nennen. Der Schütze sei tot in der Schule aufgefunden worden. Der Tatort sei nun gesichert, die Ermittlungen laufen, sagte Paul Vance.

CBS und mehrere Nachrichtenagenturen berichten von 27 Todesopfern, darunter seien 18 Schüler. CNN meldete bis zu 30 Tote.

Die Leiche des mutmaßlichen Schützen war laut CNN in einem Klassenraum gefunden worden. Es soll sich um einen etwa 20 Jahre alten Mann handeln. Unklar war zunächst, ob er von der Polizei erschossen wurde oder ob er sich umbrachte. Den Berichten zufolge wurden zwei Handfeuerwaffen sichergestellt. Augenzeugen schilderten im US-Fernsehen, der Mann sei schwarz gekleidet gewesen und habe mindestens hundert Schüsse abgegeben. Die Polizei durchsucht nach Informationen von CNN bereits das Haus des Mannes.

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Schießerei in Connecticut: Bluttat an der Sandy-Hook-Grundschule
Nach Informationen von CBS soll es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um den Vater eines Kindes gehandelt haben. Dies würde zu den Informationen von CNN passen, wonach die Grundschule scharfe Sicherheitsbestimmungen hatte: Jeder Besucher habe an der Tür klingeln und sich vor Zutritt ausweisen müssen.

CNN berichtete, dass ein zweiter Mann in Handschellen abgeführt worden sei und zurzeit von der Polizei befragt werde. Ob es sich dabei um einen weiteren Verdächtigen handelt, war zunächst aber unklar.

Direktor soll unter den Toten sein

Um 9.41 Uhr war bei der Polizei der Notruf eingegangen. Eine Augenzeugin berichtete einer CNN-Reporterin, sie sei mit sechs anderen Personen für eine Besprechung in einem Raum gewesen, als die ersten Schüsse fielen. Die Frau habe sich unter einem Tisch in Sicherheit gebracht und den Notruf 911 gewählt. Die Schuldirektorin, die Vize-Rektorin und der Schulpsychologe seien auf den Flur geeilt, doch nur die Vize-Rektorin sei wiedergekommen. Sie sei von einem Schuss am Fuß getroffen worden.

Nach aktuellen Erkenntnissen wurden die Direktorin und der Schulpsychologe von Schüssen getroffen und getötet.

Rettungswagen fuhren zur Sandy-Hook-Grundschule in Newtown. Eltern versammelten sich in der Nähe des Gebäudes, während ein Hubschrauber in der Luft kreiste. Die Schulverwaltung erklärte, Schulen des Bezirks seien abgeriegelt worden.

Drei Verletzte wurden in das Danbury-Krankenhaus, das rund 18 Kilometer westlich der Schule liegt, eingeliefert, so ein Kliniksprecher laut NBC Connecticut. "Ihr Zustand ist kritisch", sagte der Bürgermeister von Danbury, Mark Boughton, dem Sender MSNBC.

Ein Mädchen, das zum Zeitpunkt der Schießerei Sportunterricht hatte, sagte dem Sender NBC, sie habe mehrere laute Knalle gehört. Kinder hätten zu weinen begonnen und Lehrer hätten die Schüler in ein nahegelegenes Büro gebracht.

Newtown hat rund 27.000 Einwohner und liegt etwa hundert Kilometer nordöstlich von New York City. In der Sandy-Hook-Grundschule werden Kinder vom Kindergarten bis zur vierten Klasse unterrichtet - die meisten von ihnen im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Insgesamt sollen es rund 700 Schüler sein.

siu/AP/Reuters/dpa

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