USA: Drei Tote bei Schießerei an Universität in Texas
Schießerei nahe dem Campus der texanischen A&M-Universität: Der mutmaßliche Täter hat einen Polizisten und einen Zivilisten getötet. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch der Schütze kam bei dem Vorfall ums Leben.
College Station/Houston - Nur acht Tage nach dem Blutbad in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin sind bei einer Schießerei nahe dem Campus der Texas-A&M-Universität (Tamu) in der Stadt College Station drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, tötete der mutmaßliche Täter einen 41-jährigen Polizisten und einen 65 Jahre alten Zivilisten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch der Verdächtige kam ums Leben: Er wurde bei dem Schusswechsel mit der Polizei zunächst angeschossen und erlag später seinen Verletzungen. Lokalen Medien zufolge starb er in einem Krankenhaus. Laut Nachrichtenagentur AP hat die Polizei seinen Tod inzwischen bestätigt.
Wie der örtliche Vizepolizeichef Scott McCollum sagte, schoss der Mittdreißiger in einem Haus nahe dem Campus der Universität offenbar auf einen Polizeibeamten. Dieser habe daraufhin Verstärkung gerufen. Den Angaben zufolge schossen die herbeigeeilten Polizisten dann auf den mutmaßlichen Schützen und verletzten ihn dabei. Die Beamten hätten ihn in Gewahrsam genommen.
Laut McCollum tötete der Angreifer außer einem Polizisten einen weiteren Mann. Drei Polizisten und eine 55-jährige Zivilistin seien verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Frau werde gerade operiert, sagte der Vizepolizeichef. Einer der Verletzten habe eine Schusswunde am Bein erlitten; er befand sich am Montagabend (Ortszeit) in stabilem Zustand. Die beiden anderen Polizisten hätten "keine lebensbedrohlichen Verletzungen". Wie es weiter hieß, sollte der Täter aus seinem Haus nahe dem Campus der A&M-Universität ausgewiesen werden. Zu dem Schusswechsel sei es anscheinend gekommen, als die Polizei dem Mann den Räumungsbefehl übergeben wollte.
"Code Maroon" auf dem Campus
Der lokale TV-Sender KLTV berichtet, dass die Schießerei um die Mittagszeit stattfand. Bislang sei noch unklar, ob es sich bei dem Schützen um einen Studenten der A&M-Universität handle, sagte Polizeisprecher Jon Agnew. Einsatzkräfte haben den Bereich östlich des Campus abgesichert, wo sich der Vorfall ereignete. Die Beamten gingen aber nicht davon aus, dass ein zweiter Verdächtiger in die Tat verwickelt sei, teilte Agnew mit.
Die Stadt College Station liegt etwa 90 Meilen (rund 145 Kilometer) nordwestlich der Stadt Houston in Brazos County. Der TV-Sender KBTX meldet unter Berufung auf die örtliche Polizei, dass der Tatort unter Kontrolle sei. Der mutmaßliche Täter hatte offenbar von einem Haus aus mit einer automatischen Waffe geschossen, berichtet KBTX. Die A&M-Universität veröffentlichte gegen 12.30 Uhr eine Warnung per institutseigenem Sicherheitssystem ("Code Maroon") auf ihrer Website und per SMS: Ein Schütze befinde sich nahe dem Football Stadion, Anwohner und Studenten sollten die Gegend meiden. Eine Sprecherin der Universität sagte, am Montag seien keine Studierenden auf dem Campus gewesen, das Semester beginne erst am 27. August.
Die Vereinigten Staaten wurden in den vergangenen Wochen bereits mehrmals von gewaltsamen Vorfällen erschüttert. Erst am 5. August war es zu einer Schießerei im US-Bundesstaat Wisconsin gekommen. Bei einem schockierenden Blutbad in einem Tempel der indischen Glaubensgemeinschaft der Sikhs in Oak Creek hatte ein Mann sechs Menschen getötet, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde.
Ende Juli waren bei einer Schießerei bei einer Premiere des neuen "Batman"-Films in der Stadt Aurora bei Denver 14 Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden. Der mutmaßliche Kino-Attentäter James Holmes ist laut seinen Anwälten psychisch krank.
bos/Reuters/AP/dapd/dpa/AFP
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- Montag, 13.08.2012 – 20:25 Uhr
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