Ciudad Juarez - Eine Gruppe maskierter Angreifer hat in einer Bar im Norden Mexikos 14 Menschen erschossen. Mindestens sieben Bewaffnete in polizeiartigen Uniformen hätten am späten Freitagabend die Bar in der Stadt Chihuahua gestürmt und das Feuer eröffnet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwei weitere Personen seien verletzt worden.
Wer hinter dem Angriff steckte, sei unklar. Die mexikanische Stadt Chihuahua liegt an der Grenze zu Texas. Vor vier Jahren begannen das Sinaloa- und das Juaez-Drogenkartell dort einen blutigen Machtkampf um die Kontrolle über die Schmuggelrouten in die USA.
50.000 Menschen haben in dem Drogenkrieg bisher ihr Leben verloren, die meisten von ihnen bei Kämpfen rivalisierender Kartelle - bei der Zahl handelt es sich allerdings nur um eine Schätzung. Die Zahl lässt die vielen tausend Menschen unberücksichtigt, die in den vergangenen Jahren einfach verschwunden sind.
Seit Mexikos Regierung den mächtigen Rauschgiftbanden im Jahr 2006 den Kampf ansagte, wurden nach offiziellen Angaben fast 650 Drogenlabore ausgehoben und mehr als 45 Tonnen Methamphetamin beschlagnahmt.
jbr/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Justiz | RSS |
| alles zum Thema USA | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH