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Hunderte Schüsse auf Fahrzeuge: Autobahn-Schütze hat gestanden

Einschussloch an Autotür: Festnahme in rätselhaftem Kriminalfall Zur Großansicht
DPA

Einschussloch an Autotür: Festnahme in rätselhaftem Kriminalfall

Der festgenommene Lastwagenfahrer hat gestanden, Hunderte Male auf Autobahnen andere Lastzüge beschossen zu haben. Als Motiv gab er "Ärger und Frust mit dem Verkehrsamt" an.

Wiesbaden - Der mutmaßliche Autobahnschütze hat seine Taten wenige Stunden nach der Festnahme gestanden. Als Motiv habe der 57 Jahre alte Lastwagenfahrer aus Nordrhein-Westfalen "Ärger und Frust im Straßenverkehr" genannt, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Jörg Ziercke, in Wiesbaden.

ANZEIGESeit 2008 hatte der Mann mindestens 762-mal aus seinem Lastwagen auf andere Lastzüge geschossen, vor allem auf Autotransporter. Er war am Sonntagmorgen in seinem Wohnort in der Eifel festgenommen worden. Mehrere Waffen seien sichergestellt worden, sagte Ziercke. Man habe bei dem Verdächtigen auch noch 1300 Schuss Munition gefunden. Ziercke nannte den Fall "bislang einzigartig in der Kriminalgeschichte".

Mehr als vier Jahre ermittelte die Polizei in dem Fall. Relativ früh war man davon ausgegangen, dass ein Lkw-Fahrer der Täter sein könne, weil die Höhe der Einschusslöcher auf einen Schützen im Führerhaus eines Lastwagens schließen ließ.

Der Tatverdächtige arbeite zwölf Jahre für eine Spedition in der Eifel. Den Fahndern zufolge ging er extrem skrupellos vor und nahm bei den Anschlägen mögliche Verletzte und Tote billigend in Kauf. Zwei Frauen erlitten Verletzungen durch die Anschläge, eine wurde in ihrem Auto am Hals getroffen, die andere kam von der Straße ab und prallte gegen eine Leitplanke.

ala/dpa

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