Schutz vor Schulmassakern Mobbingopfer und Amoktäter

Wie schützt man Schüler und Lehrer vor Amokläufern wie dem 17-jährigen Tim K.? "Die Konzepte sind da, wir können sofort loslegen", sagen Experten, doch das Geld zur Umsetzung fehlt. In Schulen werde zudem auf Selektion und Konkurrenz gesetzt - ein Nährboden für Mobbing und Extremtäter.

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Hamburg - Tim K., 17 Jahre alt, betritt seine ehemalige Schule im baden-württembergischen Winnenden, zückt eine Beretta Kaliber 9 Millimeter und richtet in Unterrichtsräumen und auf den Fluren des Gebäudes neun Schüler und Lehrer mit Kopfschüssen hin. Er flüchtet, tötet weitere Unschuldige, erschießt sich. 16 Menschen sind schließlich tot.

Der Amoklauf in der schwäbischen Provinz ruft Entsetzen hervor - und Empörung. Und wirft, wie es bei solchen Ausnahmetaten immer wieder geschieht, Fragen auf: Sind Kinder und Lehrer an den Schulen gut genug geschützt? Gibt es überhaupt einen optimalen Schutz?

Der Rektor der Albertville-Realschule in Winnenden hat noch versucht, eine Warnung per Lautsprecheranlage abzusetzen. "Frau Koma kommt", hieß die Losung, Koma - Amok, viele Lehrer verstanden die Warnung, verschlossen die Klassenzimmer. Doch der 17-Jährige stürmte zu diesem Zeitpunkt schon durch die Schule, richtete andere Teenager und Lehrer hin.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte nach der Schreckenstat von Winnenden, die Schulen im Land verstärkt auf solche kritischen Situationen vorzubereiten und die Auslöser für Amokläufe besser zu untersuchen. "Erziehungspartnerschaften" zwischen Schulen und Eltern könnten vielleicht "solche schrecklichen Ereignisse im Vorfeld erkennen und abwenden". Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) sprach gegenüber der "Rheinischen Post" gar von einem "parlamentarischen Nachspiel", das der Amoklauf von Winnenden vermutlich haben werde.

Spätestens seit dem Schulmassaker am Gutenberg-Gymnasium von Erfurt im Jahr 2002 ist das Profil des "typischen" Schoolshooters weitgehend bekannt: Er ist männlich, 15 bis 18 Jahre alt und stammt in der Regel aus sogenannten "auffällig unauffälligen Familien" mit mittlerem bis hohem Bildungsniveau.

Wissenschaftler in ganz Deutschland entwickeln seit Jahren Strategien, um potentielle Amokläufer rechtzeitig zu stoppen. "Die Konzepte sind da, wir können sofort loslegen", sagt Professor Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin SPIEGEL ONLINE. Der Psychologe hat im Rahmen seines Berliner Leaking-Projekts Parameter entworfen, anhand derer man ermitteln kann, wie weit ein potentieller Täter noch vom tatsächlichen Amoklauf entfernt ist.

Finanzierung von Präventionsprojekten liegt auf Eis

Allerdings scheitere die großflächige Umsetzung der Projekte immer häufiger am fehlenden Geld. "Derzeit verfügen wir noch nicht einmal über verlässliches Zahlenmaterial, weil die Finanzierung unseres Projekts auf Eis liegt", empört sich Scheitauer.

Auch ein von der "Aktion Mensch" finanziertes Präventionsprojekt des Roten Kreuzes in Baden-Württemberg läuft nur noch bis ins nächste Jahr und wird nach jetzigem Stand nicht verlängert werden. Die Leiterin des Projektes, die Kehler Sozialpädagogin Silke Sauer, hatte erst am vergangenen Montagabend im Roten Rathaus in Berlin einen mit 1500 Euro dotierten Preis für ihr Engagement gegen Jugendgewalt entgegennehmen dürfen. Doch Freude und Stolz waren schnell verflogen. Sauer zeigte sich im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE entsetzt über den Vorfall in Winnenden: "Ein Amoklauf bei uns in Baden-Württemberg? Oh, mein Gott", sagte sie SPIEGEL ONLINE.

Seit zwei Jahren schult die 31-Jährige gemeinsam mit einer Kollegin und in Kooperation mit der Polizei Schüler aus der Region Kehl für den Ernstfall eines Amoklaufs. 3500 Jugendliche habe sie dadurch bereits erreicht. Was sind Anzeichen einer drohenden Gewalttat? Wie kann man diese verhindern? Darum geht es in den Doppelstunden. "Es ist wichtig, Lehrer und Schüler für das Thema zu sensibilisieren", so Sauer.

Dazu werde mit den Jugendlichen auch der Abschiedsbrief eines Amokläufers durchgearbeitet. Die Schüler reagierten durchweg "mit starker Betroffenheit" und nähmen die Unterrichtseinheiten "sehr ernst". Es sei zur Verhinderung dieser Bluttaten entscheidend, "genau hinzuschauen, ob ein Einzelner sich isoliert, ob er depressiv oder aggressiv wirkt und eine besondere Affinität zu Waffen zeigt".

Shooter-Schmiede Schule: Selektion, Konkurrenz, Kränkung

Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zufolge sind in Baden-Württemberg vor zwei Jahren schulinterne Krisenteams gebildet worden, die sich unter anderem mit der Verhinderung von Amokläufen beschäftigen sollen. Auf Grundlage einer Verwaltungsvorschrift hätten die Schulen seither auch Krisen- und Rettungspläne zu erstellen. Ähnliche Maßnahmen gebe es auch in anderen Bundesländern, hieß es.

Das sind Maßnahmen, die das Problem nicht im Kern angehen, findet Hans Peter Waldrich, Landesvorsitzender der Aktion Humane Schule in Baden-Württemberg. "Unsere Schulen setzen noch immer auf Selektion und Konkurrenz - und das verstärkt die immensen Defizite, die solche Täter ohnehin schon haben. Sie fühlen sich gekränkt und ausgegrenzt", erklärt Waldrich. Nur eine Reformierung des Schulsystems könne das ändern.

Es sei bekannt, dass Amokläufer über lange Zeiträume hinweg "Innenwelten aufbauen, die Tat träumen und antizipieren". Deshalb sei es sehr wahrscheinlich, dass Mitschüler von den Plänen des Täters gewusst hätten. Diese Informationen jedoch erreichten in den seltensten Fällen die Pädagogen, "weil die uralte Schranke zwischen Lehrer und Schüler trotz offensichtlicher Kumpelei noch immer nicht überwunden ist". Diese Grenze gelte es einzureißen.

Mobbing ist ein größeres Problem als Schulmassaker

Kann man den Schulen den Vorwurf machen, dass sie die vorhandenen Kenntnisse nicht nutzen und keine ausreichende Präventionsarbeit leisten? "Einige Schulen lehnen die Teilnahme an Präventionsprojekten ab, weil sie der Meinung sind, das Problem betreffe sie nicht", sagt Psychologe Scheitauer aus Berlin. Sind die Direktoren also von der Angst vor einem Imageverlust getrieben? Nicht zwangsläufig, so der Psychologe.

Die Realität zeige, dass derzeit Mobbing das größte Problem an den Schulen sei. "Über zehn Prozent der Schüler sind davon betroffen - das ist bundesweit gerechnet eine Riesenzahl." Im Gegensatz dazu seien Schoolshootings "sehr, sehr selten". Wissenschaftlichen Erhebungen zufolge kam es zwischen 1974 und 2007 weltweit zu etwa hundert Schulamokläufen, davon 66 im letzten Jahrzehnt. Fast 200 Schüler und Lehrer fielen den Gewalttaten zum Opfer.

Richtig gewappnet scheint man in Deutschland weder für Mobbing noch Schoolshootings zu sein - noch immer werden im Bundesdurchschnitt etwa 16.000 Schüler von einem einzigen Schulpsychologen betreut.

Viele Pädagogen schwanken bei auffälligen Schülern häufig zwischen Loyalität gegenüber dem Schutzbefohlenen und dem Gefühl, Alarm schlagen zu müssen. "Man sollten die Lehrer entlasten, indem man ihnen verlässliche Experten-Netzwerke zur Verfügung stellt und sie - zur Not auch anonym - in heiklen Fragen berät", regt Scheitauer an. Natürlich sollte man die vorhandenen Mittel auch aktiv nutzen. "Notfallpläne wie in Berlin nutzen nichts, wenn sie im Schrank liegen."

Netzwerke gründen und vorhandenes Wissen nutzen

Eine Kooperation von Wissenschaft, Polizei und Schule ist dringend gefragt. Thüringen hat nach dem Amoklauf in Winnenden bereits Hilfe für die Betroffenen angeboten. Es könnten kurzfristig speziell geschulte Notfallpsychologen entsandt werden, erklärte Kultusminister Bernward Müller (CDU) am Mittwoch in Erfurt. Auch die Stadt Erfurt bot Unterstützung bei der Betreuung von Schülern oder Angehörigen von Opfern an. Am Erfurter Gutenberg-Gymnasium hatte ein 19-jähriger im April 2002 bei einem Schulmassaker 16 Menschen getötet und sich dann selbst erschossen.

Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt haben unter der Leitung des Psychologen Jens Hoffmann Daten zu weltweiten Schoolshootings gesammelt und ausgewertet. Anhand der Ergebnisse entwickelten sie ein Computerprogramm, das sogenannte "Dynamische Risiko-Analyse-System", mit dessen Hilfe potentielle Amokläufer ermittelt werden sollen. Dabei gleicht das Programm Informationen über auffällige Schüler mit den Daten von realen Amokläufen ab. Zugeschnitten ist das Programm auf Fachleute wie Schulpsychologen, Polizisten, Lehrer und Mitarbeiter von Beratungsstellen.

Scheitauers Team hat für das sogenannte Leaking-Projekt drei Phasen auf dem Weg zur Bluttat ausgemacht: Auf der ersten Stufe beschäftigt sich ein gefährdeter Schüler demnach intensiv mit anderen Gewalttätern und ihren Verbrechen. Häufig gerät er zeitgleich in eine persönliche Krise. Auf der mittleren Stufe wird er bereits aktiv, erstellt etwa Todeslisten und wählt seine Waffen und den Tatort aus. "An diesem Punkt kann es sich noch um Phantasien handeln - aber auch um konkrete Vorbereitungen", so Scheitauer. Erst auf der letzten, der dritten Stufe, kündigt der potentielle Schoolshooter Mitschülern, Freunden oder Chatpartnern konkret an, wann und wie er zur Tat schreiten werde.

Die verheerendsten Amokläufe
Amok
Der Begriff Amok kommt von dem malaysischen Wort "amuk" und bedeutet so viel wie "wütend" oder "rasend". Mehr auf der Themenseite...
14. Dezember 2012: Newtown, USA
Der 20-jährige Adam Lanza erschießt in einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut 20 Schüler und sechs Lehrkräfte. Zuvor tötete er seine Mutter.
20. Juli 2012: Aurora, USA
In einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado eröffnet ein Mann während der Premiere des neues "Batman"-Films das Feuer. Zwölf Menschen sterben, 58 weitere werden verletzt. Der Amokläufer wird festgenommen.
2. April 2012: Oakland, USA
Ein 43-Jähriger tötet am christlichen College von Oikos in Oakland, Kalifornien, sieben Menschen und verletzt drei weitere. Anschließend stellt er sich der Polizei. Die Opfer mussten sich in einer Reihe vor einer Mauer aufstellen, bevor sie hingerichtet wurden.
12. Oktober 2011: Seal Beach, USA
Im kalifornischen Badeort Seal Beach schießt ein Mann wegen eines Sorgerechtsstreits mit seiner Ex-Frau in einem Friseurladen um sich. Er tötet acht Menschen, darunter die Mutter seines Kindes.
5. November 2009: Fort Hood
Ein Militärpsychiater eröffnet in der US-Militärbasis Ford Hood in Texas das Feuer und löst die bislang größte Schießerei auf amerikanischem Armeegelände aus. Der Mann tötet 13 Menschen und verletzt 42 weitere, bevor er überwältigt werden kann.
17. September 2009: Ansbach
Der Abiturient Georg R. verletzt bei einem Anschlag am humanistischen Gymnasium Carolinum in Ansbach acht Mitschüler und einen Lehrer. Die Tat wurde offenbar lange im Voraus geplant.

Einer Schülerin fügt er eine lebensgefährliche Kopfverletzung zu, eine andere erleidet schwere Brandwunden. Der 18-Jährige selbst wird bei seiner Festnahme durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Mehr auf der Themenseite...
3. April 2009: Binghamton, USA
Jiverly Wong , ein 41-jähriger Immigrant aus Vietnam erschießt in einem Zentrum für Einwanderer 13 Menschen und begeht anschließend Selbstmord.
11. März 2009: Winnenden
Der 17-jährige Tim K. ermordet in der Albertville-Realschule im schwäbischen Winnenden 15 Menschen. Danach erschießt sich der Täter selbst. Mehr auf der Themenseite...
10. März 2009: Alabama, USA
Ein Amokläufer im US-Bundesstaat Alabama tötet mindestens neun Menschen und erschießt sich dann selbst. Das Blutbad ereignet sich in Geneva County im Südosten Alabamas nahe der Grenze zu Florida.
23. Januar 2009: Dendermonde, Belgien
Ein 20-jähriger Belgier ersticht in einer Kindertagesstätte im ostflämischen Dendermonde zwei Kleinkinder und eine Betreuerin. Zehn weitere Kleinkinder und zwei weitere Betreuerinnen werden zum Teil schwer verletzt.
23. September 2008: Kauhajoki, Finnland
Der 22-jährige Berufsschüler Matti-Juhani Saari tötet in der westfinnischen Kleinstadt Kauhajoki zehn Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord. Mehr auf der Themenseite...
7. November 2007: Jokela, Finnland
Der 18-jährige Schüler Pekka-Eric Auvinen tötet insgesamt acht Menschen in einem Schulzentrum in Jokela .
16. April 2007: Virginia, USA
An der Technischen Universität von Virginia erschießt ein Student 32 Menschen und verletzt 15 weitere. Das Massaker an der Virginia Tech gilt als eines der folgenschwersten an einer Bildungseinrichtung in den USA. Mehr auf der Themenseite
12. Februar 2007: Amokläufe in Salt Lake City und Philadelphia, USA
Mindestens zehn Menschen sterben bei zwei Amokläufen in Salt Lake City und Philadelphia (USA) . Ein Täter eröffnet in einem Einkaufszentrum in Salt Lake City das Feuer und tötet fünf Menschen. Ein Polizist erschießt den Amokläufer.
In Philadelphia werden drei Teilnehmer einer geschäftlichen Konferenz Opfer eines Amokläufers. Er nimmt sich anschließend das Leben.
20. November 2006: Emsdetten
Der 18-jährige Sebastian B. schießt in seiner ehemaligen Schule im westfälischen Emsdetten um sich. Elf Menschen werden verletzt. Mehr auf der Themenseite...
2. Oktober 2006: Pennsylvania, USA
In Lancaster County im US-Bundesstaat Pennsylvania tötet ein Amokläufer an einer Amish -Schule fünf Mädchen. Dann nimmt er sich das Leben.

21. März 2005: Red Lake/Minnesota, USA
In Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota erschießt ein 16-Jähriger eine Lehrerin und fünf Schüler. Zuvor hatte er schon einen Schulwärter, seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet. Im Internet outet sich der Täter als Anhänger nationalsozialistischer Rassenlehren .
26. April 2002: Erfurt
Bei einem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt tötet der 19-jährige Schüler Robert Steinhäuser binnen zehn Minuten 16 Menschen und sich selbst. Unter den Toten sind zwölf Lehrer, die Schulsekretärin, zwei Schüler und ein Polizist. Steinhäuser war ein Jahr vor der Tat von der Schule verwiesen worden. Mehr auf der Themenseite...
27. März 2002: Nanterre, Frankreich
Im Pariser Vorort Nanterre erschießt ein Amokläufer acht Menschen. Anschließend springt er aus dem vierten Stock eines Polizeigebäudes in den Tod.
26. September 2001: Zug, Schweiz
Ein Amokläufer dringt in das Kantonsparlament im schweizerischen Zug ein und tötet 14 Menschen. Anschließend tötet er sich selbst.

8. Juni 2001: Osaka, Japan
Ein 37-jähriger Japaner ersticht in einer Grundschule in der japanischen Stadt Osaka acht Kinder und verletzt 20 weitere zum Teil schwer.
20. April 1999: Littleton/Colorado, USA
Beim Schulmassaker von Littleton stürmen die beiden Schüler Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine Highschool in Littleton im US-Staat Colorado und ermorden dort zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. 24 weitere Menschen werden verletzt, bevor sich die beiden Amokläufer selbst das Leben nehmen. Mehr auf der Themenseite...
24. März 1998: Jonesboro/Arkansas, USA
Ein elf- und ein 13-jähriger Schüler lösen an ihrer Schule in Jonesboro im US-Staat Arkansas falschen Feueralarm aus und richten aus dem Hinterhalt ein Blutbad an. Im Kugelhagel sterben vier Mädchen und eine Lehrerin.
22. Mai 1997: Brasilien
Im Nordosten Brasiliens bringt ein ehemaliger Soldat 17 Menschen um. Erst tötet er seine Frau und seine Schwiegermutter, dann geht der Amoklauf auf der Straße weiter. Grund der Tat: Gerüchte über seine angebliche Homosexualität .

28./29. April 1996: Tasmanien
35 Menschen fallen dem Amokläufer Martin Bryant auf der australischen Insel Tasmanien zum Opfer, darunter mehrere Kinder. In einem Café der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schießt der geistig verwirrte Täter mit einem automatischen Schnellfeuergewehr auf die Gäste. Danach setzt er seinen Amoklauf auf der anderen Straßenseite fort.
13. März 1996: Dunblane, Schottland
Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord.
23./24. September 1995: Toulon, Frankreich
Ein 16-jähriger Schüler bringt nahe dem französischen Toulon insgesamt 13 Menschen um und tötet sich anschließend selbst. Erste Opfer am Abend des 23. September sind sein Stiefvater, sein Halbbruder und seine Mutter. Am nächsten Morgen setzt der Täter im Nachbarort seiner Heimatstadt den Amoklauf fort.
16. Oktober 1991: Killeen/Texas, USA
Im texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord.
Dezember 1989: Montréal , Kanada
An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lépine erschießt 14 Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann Hass auf Feministinnen als Motiv.
18. Juli 1984: Kalifornien, USA
In einem Schnellrestaurant in San Diego erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.
1. August 1966: Universität von Texas, USA
An der Universität von Texas schießt der Amokläufer Charles Whitman mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Universität auf Passanten. Mindestens 17 Menschen werden getötet.
11. Juni 1964: Volkhoven bei Köln
Beim Attentat von Volkhoven bei Köln stürmt ein Wehrmachtsveteran eine Volksschule. Er fügt acht Kindern tödliche Verletzungen zu und ersticht zwei Lehrerinnen.

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