Schweden Schüler erliegt Verletzungen nach Schwertattacke

Bei der Gewalttat an einer Schule im schwedischen Trollhättan sind bislang drei Menschen ums Leben kommen. Nach dem Tod eines Lehrers und eines Schülers erlag nun auch der Angreifer seinen Verletzungen.


Die Zahl der Toten bei der Schwertattacke an einer Schule im schwedischen Trollhättan ist auf drei gestiegen. Der Täter erlag trotz einer Notoperation seinen Verletzungen. Die Polizei hatte den 21-Jährigen mit zwei Schüssen gestoppt. Zu den Todesopfern gehören zudem ein Lehrer, der noch am Tatort starb, und ein Schüler.

Maskiert, in schwarzer Kleidung und mit einem Schwert bewaffnet habe der Täter die Kronan-Schule in Trollhättan betreten, sagten Schüler dem schwedischen Fernsehen. Laut Polizei stach er mit mehreren "messerähnlichen" Gegenständen zu. Ob es sich dabei um ein Schwert oder ein langes Messer handelte, sagten die Ermittler zunächst nicht.

Weil der Angriff so kurz vor Halloween passierte, hätten die Schüler zunächst an einen Streich geglaubt, sagten sie dem schwedischen Sender TV4: "Einer meiner Freunde ging zu ihm rüber und wollte ihn herausfordern", berichtete eine Schülerin. Dann hätten sie gesehen, wie der Angreifer den Lehrer attackierte und seien geflüchtet.

Ein Lehrer und ein Schüler wurden am Nachmittag noch operiert. Der Täter stammte nach Angaben der Polizei aus Trollhättan. An der Schule rund 80 Kilometer nördlich von Göteborg herrsche großes Durcheinander, erklärte ein Polizeisprecher. "Wir haben Todesopfer, Jugendliche sind betroffen. Das ist furchtbar tragisch, und die Menschen sind sehr unruhig", sagte er.

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sprach nach dem Angriff von einem "schwarzen Tag für Schweden". Über das Motiv des Täters rätseln die Ermittler bislang.

Der Vorfall hatte sich in einem Café in der Schule abgespielt, das öffentlich zugänglich sein soll. In der Schule sei schon häufiger über die Sicherheit der Schüler diskutiert worden, sagte ein Oppositionspolitiker in Trollhättan. Rund 400 Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur neunten Klasse besuchen die Schule.

gam/dpa/AFP/AP



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