Bluttat im Kanton Aargau Mehrere Tote nach Schießerei in der Schweiz

Eine Schießerei in der Nacht, mehrere Tote: Ein Kriminalfall im Schweizer Kanton Aargau gibt der Polizei Rätsel auf. Mit einem Großaufgebot sucht sie nach Spuren. Offenbar ist auch der Täter unter den Toten.

Tatort in Würenlingen: Indizien für eine Familientragödie
DPA

Tatort in Würenlingen: Indizien für eine Familientragödie


Bei einer Schießerei sind in der Schweiz mehrere Menschen ums Leben gekommen. Hintergrund und Ablauf der Bluttat in einem Wohnviertel von Würenlingen nahe der deutsch-schweizerischen Grenze seien noch völlig unklar, teilte die Aargauer Kantonspolizei am Sonntag mit. Zur Zahl der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht. Nachbarn sprachen aber von drei Schüssen, die zu hören gewesen seien.

Die Bluttat hatte sich gegen 23 Uhr am Samstagabend ereignet. Anwohner hatten Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden im Freien sowie in einem Wohnhaus mehrere leblose Menschen. Rettungssanitäter konnten bei allen nur noch den Tod feststellen.

Die Kantonspolizei war nach eigenen Angaben die ganze Nacht mit einem Großaufgebot im Einsatz, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Zunächst gilt es dabei, die Identität der Opfer zu klären. Die Polizei will am Nachmittag bei einer Pressekonferenz weitere Informationen bekannt geben.

Ein Polizei-Sprecher erklärte gegenüber der Online-Ausgabe der Zeitung "20 Minuten" sinngemäß, dass es Indizien für eine Familientragödie gebe, "aber nicht nur". Es handle sich um ein "außergewöhnlich schlimmes Verbrechen", das atypisch für ein "solch beschauliches Wohnquartier" sei.

Auf die Frage, ob jemand festgenommen wurde, sagte der Aargauer Polizeisprecher Bernard Graser dem Lokalsender "Radio Pilatus", es sei davon auszugehen, dass der Täter sich unter den Opfern befinde. Das werde derzeit rechtsmedizinisch überprüft.

mik/AP/dpa



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