Sechsfachmord in Russland: Polizei fasst mutmaßlichen Todesschützen

Sechs Menschen starben in der russischen Stadt Belgorod, als ein Mann vor einem Geschäft im Zentrum in die Menge schoss. Jetzt konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter stellen. Bei seiner Festnahme ging der 31-Jährige mit einem Messer auf einen Beamten los.

Sechsfachmord in Belgorod: "Er verhielt sich seltsam" Fotos
DPA/ Russian Interior Ministry of Belgorod

Belgorod - Sergej Aleksandrowitsch P. soll im Zentrum Belgorods sechs Menschen getötet haben, darunter zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren. Jetzt gelang es der russischen Polizei, den 31-Jährigen festzunehmen. Am späten Dienstagabend versuchte P. den Behörden zufolge mit einem Lastwagen zu fliehen, konnte aber von der Polizei gestoppt werden.

Bei dem Versuch, sich einer Festname zu entziehen, soll er ein Messer gezückt und einen Polizeibeamten im Gesicht und am Unterarm verletzt haben. Die vier an der Festnahme beteiligten Beamten hätten ihren Kollegen selbst in ein Krankenhaus gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Das Innenministerium veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Tatverdächtige nach der Festnahme in Handschellen mit dem Gesicht auf dem Boden liegt und von einem Polizisten in Schach gehalten wird.

P. stammt aus Belgorod, einer 400.000-Einwohner-Stadt nahe der Grenze zur Ukraine. Er war erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er vier Jahre einsaß. Zum Zeitpunkt der Schießerei hatte P. der Polizei zufolge eine Gaspistole, ein Gewehr und eine halbautomatische Waffe plus Munition bei sich.

Über ein mögliches Motiv ist bisher nichts bekannt. Einige russische Medien hatten berichtet, dass P. im Jahr 2012 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden sei. Seine Mutter soll kurz vor der Schießerei die Polizei darum gebeten haben, ihren Sohn "zu isolieren", weil er sich seltsam verhalte. Der 55-jährige Vater sagte, P. habe sich den Eltern gegenüber aggressiv verhalten.

ala

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