Maryland: US-Polizei nimmt selbsternannten "Joker" fest

Die Polizei im US-Bundesstaat Maryland hat einen Mann festgenommen, der einen tödlichen Angriff auf seinen ehemaligen Chef angekündigt hatte. Der 28-Jährige bezeichnete sich als "Joker" - eine Anspielung auf den Bösewicht aus "Batman".

In Wohnung des Verdächtigen gefundene Waffen: Drohung gegen Ex-Chef Zur Großansicht
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In Wohnung des Verdächtigen gefundene Waffen: Drohung gegen Ex-Chef

Palmer Park - Die Polizei im US-Staat Maryland hat einen selbsterklärten "Joker" festgenommen. Der Mann wurde in dem Ort Palmer Park gefasst. Er trug den Angaben zufolge ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Waffen töten keine Menschen. Aber ich." Der Fall ist brisant, weil der Joker einer der bekanntesten Bösewichte in der "Batman"-Saga ist. Der aktuelle Film der Reihe lief, als James Holmes in Aurora zwölf Menschen in einem Kino tötete und 58 verletzte.

Der Polizeichef des zuständigen Kreises in Maryland, Mark Magaw, sagte, es sei nicht genau abzuschätzen, was mit der Festnahme verhindert worden sei. "Wir denken, eine gewaltsame Episode wurde vermieden", sagte er. Der Mann habe eine signifikante Bedrohung dargestellt - aufgrund seiner mentalen Probleme, seiner Waffen und seiner Äußerungen gegenüber seinem Ex-Arbeitgeber.

Ob der 28-Jährige konkrete Pläne hatte, seine Drohungen wahrzumachen, war laut Magaw nicht bekannt. Der Bezug auf die Joker-Figur habe dem Fall zusätzliche Dringlichkeit verliehen. Angesichts des Ereignisses in Aurora sei es wichtig, solche Äußerungen ernst zu nehmen. Magaw zufolge hatte der Festgenommene dem Vorgesetzten in zwei Telefonaten gedroht.

Die Polizei in Maryland erklärte, der 28-jährige Verdächtige habe in zwei Telefonanrufen bei seinem früheren Arbeitgeber erklärt, er wolle seinen ehemaligen Chef töten. Er habe die Firma angreifen wollen, die ihn entlassen habe. "Ich bin ein Joker und ich werde meine Waffen laden und jeden wegblasen", wurde der Mann zitiert.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei mehrere tausend Schuss Munition und rund zwei Dutzend halbautomatische Waffen und Pistolen. Ein Behördensprecher erklärte, die Waffen seien offenbar legal erworben worden. Dies werde jedoch noch geprüft. Der Verdächtige wurde nach seiner Festnahme zu einer psychiatrischen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

ulz/dapd/AP

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