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Selbstmord-Spekulationen: Amateurvideo von Möllemanns Todessturz aufgetaucht

Rund vier Jahre nach dem tödlichen Fallschirmabsturz von Jürgen Möllemann ist ein weiteres Amateurvideo aufgetaucht. Laut "Bild"-Zeitung stützt die Aufnahme die These, dass der frühere FDP-Politiker damals Selbstmord begangen hat.

Hamburg - Die "Bild"-Zeitung berichtet heute über die Amateuraufnahmen, von denen bisher nur bekannt war, dass sie Teil der Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft waren. Das Video lässt laut der Zeitung nur einen Schluss zu: "Es muss Selbstmord gewesen sein."

Möllemann (Aufnahme aus dem Januar 2000): Unfall oder Selbstmord?
AP

Möllemann (Aufnahme aus dem Januar 2000): Unfall oder Selbstmord?

Jürgen Möllemann war am 5. Juni 2003 bei einem Fallschirmsprung gestorben. Die Staatsanwaltschaft selbst hatte bei Abschluss der Ermittlungen im Juli 2003 offen gelassen, ob Möllemann durch einen Unfall oder Freitod ums Leben kam.

Aus dem Video eines Team-Gefährten ergeben sich laut "Bild" jedoch "klare Hinweise", dass Möllemann sich selbst das Leben nahm. Die Schlüsselszene dafür ist demnach die Reaktion von Möllemanns Fallschirmspringer-Kameraden am Schluss des Videos. Zu sehen ist der Rucksack des Toten mit dem nicht aktivierten Notsystem, das automatisch den Reserve-Fallschirm ausgelöst hätte.

Die Kameraden Möllemanns diskutieren darüber, dass der FDP-Politiker vor dem Einsteigen in die Maschine auf dem Sportflugplatz Marl/Lohmühle in Nordrhein-Westfalen die gegenseitige Kontrolle dieses Notsystems ausgelassen habe, als er noch ein Glas Wasser trinken gegangen sei.

als/ddp/dpa

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