Sexdates im Internet Heimleiter darf trotz Partnersuche weiterarbeiten

Der Leiter eines katholischen Jugendwohnheims in Frankfurt darf seine Stelle behalten. Das Kolpingwerk hatte den Mann gefeuert, weil er im Internet nach Sexpartnern suchte - mit Nacktfotos und detaillierten Angaben zu seinen Vorlieben. Das dürfe er, entschied nun ein Gericht.


Frankfurt am Main - Nach Angaben von Kolping-Geschäftsführer Arnold Tomaschek hat das Arbeitsgericht Frankfurt am Main die außerordentliche Kündigung heute für unwirksam erklärt. Die Partnersuche des Sozialpädagogen habe keine Auswirkungen auf die Betreuung Jugendlicher, habe das Gericht erklärt.

Nach Kolping-Angaben hatte der 53-Jährige im Internet sein Geschlechtsteil und seine sexuellen Vorlieben geschildert und sich offenbar nackt mit einem Foto präsentiert. Zudem habe er Partner im Alter von 18 bis 28 Jahren für "Sexdates" gesucht.

Tomaschek erklärte, nach Ansicht des Kolpingwerkes sei das Verhalten des 53-Jährigen unvereinbar mit seinen erzieherischen Aufgaben. Der Heimleiter habe eindeutig gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre verstoßen. Der Verband will nun prüfen, ob er gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts in die Berufung geht.

ffr/AP



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