Belästigungsvorwürfe in der Filmbranche Los Angeles setzt Sondereinheit ein

Angesichts der vielen Vorwürfe sexualisierter Gewalt in der Filmbranche hat die Staatsanwaltschaft von Los Angeles reagiert: Eine Sondereinheit soll die Fälle aufklären. Sie besteht aus erfahrenen Ermittlern.

Filmproduzent Harvey Weinstein
REUTERS

Filmproduzent Harvey Weinstein


Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles hat aus der Vielzahl von Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfen in der US-Filmindustrie Konsequenzen gezogen. Eine Sondereinheit aus speziell ausgebildeten Staatsanwälten solle die Fälle untersuchen, sagte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey. Es handle sich um Ermittler, die viel Erfahrung in Fällen von Sexualvergehen hätten.

Lacey habe demnach Kontakt mit Polizisten aus Los Angeles und Beverly Hills, die gegen den US-Produzenten Harvey Weinstein ermitteln. Zum Stand der Ermittlungen gegen den Filmemacher wollte sie sich den Angaben zufolge nicht äußern.

Weinstein soll etliche Frauen sexuell belästigt haben. Mehr als hundert Frauen meldeten sich in den vergangenen Wochen mit entsprechenden Vorwürfen, darunter Stars wie Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Mehrere Frauen werfen ihm überdies Vergewaltigung vor.

Seit Bekanntwerden der Anschuldigungen im Oktober wurden Belästigungsvorwürfe gegen weitere Stars der Branche bekannt, darunter die Schauspieler Kevin Spacey und Dustin Hoffman, Regisseur James Toback und der Komiker Louis C.K.

Vorwürfe gegen Prominente

jpz/AFP/AP



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