Tod nach Brust-OP Witwer von Sexy Cora klagt gegen Schönheitsklinik

Durch den Tod seiner Frau seien ihm Einkünfte entgangen und außerdem wolle er Schmerzensgeld für sie: Der Witwer der als Sexy Cora bekannten Porno-Aktrice hat Klage gegen eine Hamburger Schönheitsklinik eingereicht.

Carolin Wosnitza 2009 in Hamburg: Witwer fordert Schmerzensgeld
dapd

Carolin Wosnitza 2009 in Hamburg: Witwer fordert Schmerzensgeld


Fünf Jahre nach dem Tod der Pornodarstellerin Sexy Cora bei einer Brustvergrößerung zieht der Witwer gegen die Hamburger Schönheitsklinik vor Gericht. Der Zivilprozess soll am 11. März am Hamburger Landgericht beginnen, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Laut "Bild" fordert der Witwer der Erotik-Darstellerin, die mit richtigem Namen Carolin Wosnitza hieß, Entschädigungen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. Die Summe konnte der Sprecher nicht bestätigen, die Forderungen bewegten sich aber im Millionen-Bereich.

Die Pornodarstellerin war vor fünf Jahren nach einer Operation zur erneuten Busenvergrößerung gestorben. Die 23-Jährige erlitt bei dem Eingriff einen Herzstillstand und starb nach mehreren Tagen im Koma. Zwei Jahre später wurde eine beteiligte Narkoseärztin vom Landgericht zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt.

Der Kläger macht in der zivilrechtlichen Auseinandersetzung nach Angaben des Gerichts eine Entschädigung für seine Einkommensausfälle geltend. Er sei mit seiner Frau über ein gemeinsames Unternehmen geschäftlich verbunden gewesen. Sie hätte sich langfristig in der Branche behaupten können, durch ihren Tod seien ihm Einkünfte entgangen, fasste der Gerichtssprecher die Argumentation des Klägers zusammen. Er verlange außerdem Schmerzensgeld zu ihren Gunsten.

gam/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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mrotz 26.01.2016
1.
Ein normaler Busen wäre nicht nur schöner, sondern auch gesünder... Ich kann nicht verstehen, warum Frauen Ihre Brust vergrößern wollen oder zu müssen glauben. Es gibt nichts hässlichereres als einen unnatürlich großen Busen. mfg
dia_bolika 26.01.2016
2. Das wird ein interessantes Verfahren
Wenn der Werkstatt mein GT3 RS von der Bühne fällt oder vom Lehrling geschrottet wird, will ich ja auch Schadenersatz. Und in diesem Fall erfolgte der Eingriff wohl recht eindeutiig aus Gewinnerzielungsabsicht, was man über die Pflege meines Porsche, laut Aussage des Finanzamts, so direkt jetzt nicht sagen könnte. Für was sonst hätte er dem Mädchen denn noch größere Brüste montieren wollen. Das waren doch eh schon XXXL-Customparts und zum Sex taugt sowas ja längst nicht mehr. Wiewohl die gesamte Dame, die eher dauerhaft unter Schmerzmitteln gestanden haben dürfte. Die Höhe des Schadenersatzes, den sich ihr Besitzer nun so vostellt, verblüfft mich aber schon. Die Umsätze müssen noch weit besser sein, als man sich das gemeinhin so vorstellt.
JaguarCat 27.01.2016
3.
Leider sind solche Schadensersatzprozesse wegen Ärztepfusch in Deutschland viel zu selten. Und es ist für die Angehörigen traurig, überhaupt einen Prozess führen zu müssen. Die Anästhesistin ist schon zu 14 Monaten auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, sie hat die Schuld auf sich genommen. Also ist es rechtlich klar, dass die Klinik bzw. ihr Personal (für das die Klinik haftet!) etwas falsch gemacht hat. Nun kann man in einem Todesfall sicher über die Höhe von Schadensersatz und Schmerzensgeld streiten. Dass "Sexy Cora" aber eine gewisse Prominenz erreicht hatte und für ihre Auftritte folglich hohe vierstellige Gagen verdiente, dürfte aber außer Frage stehen. Somit ist der Millionenschaden schon bei einigen hundert ausgefallen Auftritten erreicht.
martine-primus 27.01.2016
4. wer's nicht im Kopf hat...
erstens sind solche Hupen total abartig und zweitens freut sich der Rücken über kleinere Brüste. Aber man ist (war) ja noch jung, da denkt manche von den hirnlosen Frauen wohl nicht so dran... Es gibt genug Frauen, die unter großen Brüsten leiden, wegen der Rückenschmerzen (und auch wegen dummer Bemerkungen). Eine Brust-OP sollte nur erlaubt sein nach einer Brustamputation. Oder eben zur Verkleinerung. Aber wenn es um solch eine Vergrößerung geht, dann sollte auch unterschrieben werden müssen, dass für alle weiteren Kosten die Person selber aufkommt - auch wenn der Rücken sonstwie schmerzt!
abby_thur 27.01.2016
5.
"Sie hätte sich langfristig in der Branche behaupten können, durch ihren Tod seien ihm Einkünfte entgangen, fasste der Gerichtssprecher die Argumentation des Klägers zusammen. Er verlange außerdem Schmerzensgeld zu ihren Gunsten" Die Begründung finde ich abscheulich. Dafür kann man ihn nur verachten. Natürlich hätte sie sich auf dem Amateurmarkt behauptet - nur hätte er bei einer Trennung sie verklagt, weil ihm Einkünfte entgangen wären?
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