Prozess um tödliche Attacke Hundehalter zu Bewährungsstrafen verurteilt

Mit Bissen in Hals und Kopf tötete ein Hund im vergangenen Jahr eine Seniorin in Baden-Württemberg. Ein Gericht hat die Halter des Tieres nun schuldig gesprochen.

Hundebesitzerin mit ihrem Anwalt
DPA

Hundebesitzerin mit ihrem Anwalt


Wegen des tödlichen Angriffs eines Hundes auf eine Seniorin haben die Hundehalter Bewährungsstrafen erhalten. Der Kangal hatte das 72 Jahre alte Opfer im Mai vergangenen Jahres angefallen und mehrfach in Kopf und Hals gebissen. Die Frau erlag ihren schweren Verletzungen.

Das Amtsgericht Sigmaringen verurteilte die angeklagte Besitzerin nun wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren Haft. Ihr Ehemann, der den Hund beschafft hatte, erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung.

Beide müssen zudem jeweils 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und dürfen während ihrer dreijährigen Bewährungszeit keine Hunde halten, die mehr als 20 Kilo wiegen. Damit entsprachen die Richter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert (Aktenzeichen: 5 Ls 11 Js 4710/17).

Die beiden Angeklagten hatten sich zu Beginn des Prozesses bei den Angehörigen des Opfers entschuldigt. Über ihre Verteidiger ließen sie ausrichten, sie bedauerten den Vorfall zutiefst. "Meine Mandantin hätte es nie für möglich gehalten, dass der Hund derart aggressiv und gefährlich ist", sagte der Anwalt.

mxw/dpa



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