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Somalischer Airline-Chef: Flugzeugbomber soll Turkish Airlines gebucht haben

Maschine nach der Explosion: Aus Kabine geschleudert Zur Großansicht
AP/dpa

Maschine nach der Explosion: Aus Kabine geschleudert

Der Anschlag auf ein Flugzeug in Somalia galt womöglich Turkish Airlines: Nur durch Zufall sei der Attentäter mit Daallo geflogen, sagt der Geschäftsführer der somalischen Airline.

Der Attentäter, der sich selbst aus einer somalischen Passagiermaschine gesprengt haben soll, hätte offenbar in einer anderen Maschine sitzen sollen. "Der entsprechende Passagier ging mit einem Turkish-Airlines-Boardingpass an Bord und stand auf der Liste der türkischen Fluggesellschaft", sagte Mohamed Yassin, Geschäftsführer der betroffenen Daallo Airlines.

Turkish Airlines habe seinen Flug wegen schlechten Wetters abgesagt, berichtete Yassin. Daher seien viele Passagiere an Bord der Daallo-Maschine gegangen, um nach Dschibuti zu fliegen - darunter auch der Attentäter.

70 der insgesamt 74 Passagiere an Bord hätten demnach ursprünglich mit der türkischen Fluggesellschaft fliegen sollen. Diese habe Daallo gebeten, ihre Passagiere mitzunehmen.

Turkish Airlines bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, vergangene Woche einen Flug wegen schlechten Wetters gestrichen zu haben, wollte den Vorfall demnach aber nicht näher kommentieren.

Nach Einschätzung somalischer Sicherheitsbehörden wurde der mutmaßliche Attentäter durch das von ihm verursachte Loch im Rumpf herausgeschleudert, der Sprengsatz war womöglich in einem Laptop versteckt. Die Explosion in dem Airbus A321 hatte sich am Dienstag rund 15 Minuten nach dem Abflug von Mogadischu in Richtung Dschibuti ereignet. Der Pilot konnte die Maschine in Mogadischu notlanden. Zwei Passagiere wurden verletzt.

Daallo-Airlines-Chef Yassin: "Attentäter sollte Turkish Airlines fliegen" Zur Großansicht
AP

Daallo-Airlines-Chef Yassin: "Attentäter sollte Turkish Airlines fliegen"

Bei dem Attentäter soll es sich um einen 55-Jährigen gehandelt haben. Es ist unklar, ob er Verbindungen zur Terrormiliz Al-Shabaab hatte. Die in Somalia aktiven Islamisten haben bislang Militärmaschinen, aber noch kein Passagierflugzeug angegriffen.

Amateurvideo zeigt Situation an Bord der Maschine:

Awale Kullane

apr/Reuters/dpa

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