Getötete Tramperin Leiche von Sophia L. wird nach Deutschland gebracht

Mehr als zwei Monate nach ihrem Tod wird Sophia L.s Leiche aus Spanien nach Deutschland überführt. Ihr mutmaßlicher Mörder soll in Kürze ausgeliefert werden.

Fundort der Leiche bei Asparrena, Spanien
DPA/ El Correo/ Jesus Andrade

Fundort der Leiche bei Asparrena, Spanien


Der Leichnam der im Juni getöteten Tramperin Sophia L. wird demnächst von Spanien nach Deutschland gebracht. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth mit. Ein von den spanischen Behörden parallel geführtes Ermittlungsverfahren sei nun abgeschlossen.

Ein spanisches Gericht habe deshalb der beantragten Freigabe zur Überführung des Leichnams zugestimmt. Dieser soll nach einer weiteren rechtsmedizinischen Untersuchung in Deutschland schnellstmöglich zur Bestattung freigegeben werden. Auch die Auslieferung des 41 Jahre alten Tatverdächtigen aus Spanien stehe unmittelbar bevor.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Dabei wurde sie den Ermittlungen zufolge von dem Lastwagenfahrer an der A9 an einer Tankstelle im nordsächsischen Schkeuditz mitgenommen und in Oberfranken umgebracht.

Die Leiche der Frau wurde eine Woche später in Spanien gefunden. Zwei Tage danach wurde der Lkw-Fahrer aus Marokko in Spanien festgenommen. Sophia L.s Familie kritisierte die Arbeit der Polizei, unter anderem habe sie sich nicht ernst genommen gefühlt.

Kripobeamte der Ermittlungsgruppe "Rastplatz" sollen den Tatverdächtigen in Spanien abholen und ihn nach Bayreuth bringen. Er soll demnach voraussichtlich in einer oberfränkischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft kommen. Wann die teils noch ausstehenden Ermittlungsakten, Beweismittel sowie der Lastwagen nach Deutschland gebracht werden, stehe derzeit noch nicht fest, hieß es.

bbr/dpa



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