Fall Sophia L. Lkw-Fahrer wegen Mordes an Tramperin angeklagt

Im Sommer 2018 starb die Leipziger Tramperin Sophia L., ihre Leiche fanden Ermittler in Spanien. Nun wurde Anklage wegen Mordes gegen einen Lkw-Fahrer erhoben.

Polizisten sicherten am Fundort der Leiche die Spuren (Archiv)
DPA/ El Correo/ Jesus Andrade

Polizisten sicherten am Fundort der Leiche die Spuren (Archiv)


Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth Mordanklage gegen einen Lkw-Fahrer erhoben. Die Behörde beschuldigt den Mann, die 28-Jährige Mitte Juni angegriffen, in seine Gewalt gebracht und dann umgebracht zu haben. Mit dem Mord habe er zuvor begangene Straftaten verdecken wollen.

Der 1977 geborene Marokkaner bestreitet laut Staatsanwaltschaft hingegen, die Studentin mit dem angeklagten Mordvorsatz getötet zu haben. Demnach habe er Sophia L. bei einer Auseinandersetzung umgebracht.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige hatte Mitte Juni 2018 von ihrem Studienort Leipzig in Richtung Nürnberg trampen wollen. Dabei nahm der Lastwagenfahrer sie den Ermittlungen zufolge an einer Tankstelle an der Autobahn 9 in Sachsen mit und brachte sie später auf einem Rastplatz in Oberfranken um. Die Kriminalpolizei stützte sich bei ihren Ermittlungen unter anderem auf eine Auswertung von GPS-Daten des Lastwagens.

Wenige Tage später wurde die Leiche der Frau bei einer Autobahntankstelle nahe der Gemeinde Asparrena in Nordspanien gefunden. Zuvor hatte die Polizeieinheit Guardia Civil in Jaén in der südspanischen Region Andalusien den Tatverdächtigen gefasst.

Das Landgericht Bayreuth muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

wit/dpa/AFP

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