Spektakulärer Überfall Posträuber sichern Flucht mit Bomben

Sie bewaffneten sich mit Gewehren, setzten Autos in Brand und verteilten Pakete mit der Aufschrift "Bombe", um ihren Fluchtweg zu sichern: In Hollywood-Manier haben rund zehn Männer das größte Postamt von Göteborg überfallen - und konnten zunächst entkommen.


Göteborg - Erst 16 Stunden nach dem Überfall nahm die Polizei drei Verdächtige fest. Über die Beute der Räuber wollten die Behörden keine Angaben machen. Die Fahnder rätseln über die Motive für den Coup: In dem überfallenen Postamt werden zwar pro Tag 20 Millionen Briefe umgeschlagen, normalerweise aber keine größeren Geldmengen.

Die Gangster hatten sich in der Nacht maskiert und mit automatischen Gewehren bewaffnet Zugang zum größten Postamt in Göteborg verschafft. Sie zwangen die Beschäftigten, sich auf den Boden zu legen. Es wurde niemand verletzt. Bei ihrer Flucht setzten die Gangster fünf rund um die Hauptpost geparkte Autos in Brand. Sie platzierten außerdem vor der Einfahrt der Polizeizentrale und anderen strategisch wichtigen Stellen fünf Pakete, die wie Bomben aussahen und zum Teil auch mit "Bombe" beschriftet waren.

"Wir haben so etwas bei uns noch nicht erlebt", sagte Fahndungschef Klas Friberg im Rundfunk. Es sei ganz eindeutig, dass die Posträuber eine Verfolgung verhindern wollten. Durch die Absperrungen der Polizei wurde der Berufsverkehr in der westschwedischen Metropole am Morgen massiv behindert.

han/jdl/dpa



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