Sprengstoff in der Pfalz Polizei prüft Verbindung zu Rechtsextremisten

Zwei Festnahmen gab es nach einem Sprengstofffund in einer Wohnung in Rheinland-Pfalz. Nach Informationen des SPIEGEL prüft die Staatsanwaltschaft eine Verbindung der Tatverdächtigen zu einer rechtsextremen Terrorgruppe.

DPA

155 Kilogramm Explosivmaterial stellte die Polizei sicher. Zwei Männer im Alter von 18 Jahren und 24 Jahren wurden festgenommen. Wie der SPIEGEL berichtet, prüft die Staatsanwaltschaft jetzt eine mögliche Verbindung zur rechtsextremen Terrorgruppe Oldschool Society (OSS). (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 3/2017
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Der Grund: Bei der Vernehmung berichtete der Jüngere von einem angeblichen OSS-Treffen im Sommer in einer Hütte in Rheinland-Pfalz. Einer der Anwesenden habe angemerkt, dass "man in Deutschland was machen" müsse, und sich dann erkundigt, ob jemand 250 Kilogramm Sprengstoff für ihn herstellen könne. Außerdem habe man bei ihm einen selbst gebauten Sprengsatz mit einem Hakenkreuz und SS-Runen gefunden, erfuhr der SPIEGEL aus Ermittlerkreisen. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

In München stehen derzeit vier mutmaßliche OSS-Führungsmitglieder vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, mit Nagel- und Brandbomben einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft geplant zu haben.

Die beiden Männer waren am 29. Dezember festgenommen worden. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Beide bezeichneten sich als Freizeit-Pyrotechniker und gaben an, sie hätten das Material für ein privates Silvesterfeuerwerk nutzen wollen.

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