Gotteshaus in der Schweiz Mann in Moschee erschossen

In einer Moschee im schweizerischen St. Gallen ist ein Mann erschossen worden. Die Polizei nahm noch am Tatort einen Tatverdächtigen fest.

Moschee in St. Gallen: Toter im Gebetsraum
DPA

Moschee in St. Gallen: Toter im Gebetsraum


St. Gallen - Als die Polizisten eintrafen, fanden sie im Gebetsraum einen Toten: In einer Schweizer Moschee ist ein Mann erschossen worden. Ein Tatverdächtiger sei in dem Gotteshaus festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli.

Zum Motiv der Tat im St. Gallener Vorort Winkeln konnte er keine Angaben machen. Der mutmaßliche Täter habe eine Faustfeuerwaffe bei sich gehabt. Eine Polizeistreife, die zufällig in der Nähe war, sei kurz nach ersten Alarmmeldungen zu der Moschee geeilt. Ermittlungen zur Identität des Toten sowie zum Tathergang und dem Motiv seien im Gange.

Das Nachrichtenportal Watson berichtete, laut dem Imam der Moschee habe die Tat keinen politischen Hintergrund, es gehe vielmehr um eine Familienfehde. Das Opfer habe vor rund 18 Jahren ein Familienmitglied des Täters in dessen Heimat ermordet, sagte der Imam einem Radiosender. Laut Watson gibt es für diese Informationen keine offizielle Bestätigung.

Die Polizisten sollen den Erschossenen laut der "Neuen Zürcher Zeitung" gegen 14 Uhr gefunden haben. Das Boulevardblatt "Blick" berichtete, es seien weitere Personen vor Ort gewesen. Allerdings sei unklar, ob sie sich auch in der Moschee aufgehalten hätten, als die Schüsse fielen.

ulz/dpa

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