Rostock - Die Staatsanwaltschaft Rostock hat ein Ermittlungsverfahren gegen Michael Fischer eingestellt. Der frühere NPD-Landtagskandidat stand im Verdacht, bei einer Gedenkveranstaltung für ein NSU-Opfer Polizisten angegriffen und schweren Landfriedensbruch begangen zu haben. "Wer die Täter waren, lässt sich nicht nachvollziehen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Angreifer seien vermummt gewesen. Dass Fischer zu der Gruppe gehört habe, lasse sich nicht beweisen.
Bei der Veranstaltung Ende Februar waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa 20 bis 30 Vermummte aus der rechtsextremistischen Szene aufgetaucht.
Fischer war durch seine Verbindung zu der Ruderin Nadja Drygalla während der Olympischen Spiele in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Drygalla war wegen ihrer Beziehung zu Fischer vorzeitig aus dem deutschen Quartier in London abgereist. Nach ihrer Rückkehr hatte sie sich öffentlich deutlich von der rechten Szene distanziert.
Drygalla hat nach eigenen Angaben mit Fischer besprochen, dass er aus der rechten Szene aussteigt - zumindest äußerte sie sich so in einem Interview. Seit dem 1. November ist Drygalla Sportsoldatin bei der Luftwaffe in Frankfurt an der Oder. Alle zuständigen Verbände, darunter auch der Deutsche Ruderverband (DRV) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), unterstützten ihre Bewerbung.
ulz
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