Jahrelange Verfolgung Stalker muss für fast drei Jahre ins Gefängnis

Wegen seiner Kontrollsucht trennte sich eine Frau von ihrem Partner. Der begann, sie zu stalken, folgte ihr ins Schwimmbad, ins Restaurant. Der Fall landete vor Gericht, jetzt erging das Urteil.

Stalking (Symbolbild)
DPA

Stalking (Symbolbild)


Ein Stalker ist in Bonn zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Wie eine Sprecherin des Amtsgerichts bestätigte, wurde der Mann unmittelbar nach der Urteilsverkündung wegen Fluchtgefahr im Gerichtssaal verhaftet.

Der 44-Jährige hatte viele Jahre lang eine heute 40-jährige Sozialarbeiterin verfolgt, mit der er seit 2005 zunächst eine Liebesbeziehung hatte. Als sie sich wegen seiner Kontrollsucht 2008 von ihm trennte, hörte er nicht auf, sie zu verfolgen. Er folgte ihr überall hin - ins Schwimmbad, auf den Parkplatz ihrer Arbeitsstelle und ins Restaurant.

Der Richter warf dem Angeklagten "Narzissmus" vor. Ihm gehe es nicht um Liebe, sondern darum, seine Bedürfnisse rücksichtslos durchzusetzen.

asa/dpa



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