Neunjähriger online angeboten Staufener Missbrauchsfall kommt im Sommer vor Gericht

Im Fall eines Neunjährigen, der im Internet zum Missbrauch angeboten worden sein soll, naht der Prozess: Von Juni an sollen sich die Mutter und ihr Lebensgefährte vor Gericht verantworten.

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Im Fall des schwer sexuell missbrauchten Neunjährigen aus dem Breisgau ist der Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten terminiert: Die Mutter des Jungen und ihr Lebensgefährte sollen von Juni an vor Gericht stehen. Die Freiburger Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage gegen Berrin T. und Christian L. erhoben, die den Jungen im Internet gegen Geld angeboten haben sollen.

Nach Angaben der Polizei soll der Junge zwischen 2015 und Herbst 2017 von mehreren Tätern an verschiedenen Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden sein. Zudem sollen T. und L. ihn selbst mehrfach vergewaltigt haben - sowohl allein als auch gemeinsam. Der Junge befindet sich mittlerweile in staatlicher Obhut. Die Anklage nennt zudem ein weiteres Opfer: T. und L. sollen 2015 und 2016 in vier Fällen auch eine Dreijährige missbraucht haben.

Insgesamt legt die Anklagebehörde der 47 Jahre alten T. 50 Taten zur Last, dem 39-jährigen L. 46 Taten. Ihnen werden unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, schwere Vergewaltigung, schwere Zwangsprostitution sowie Verbreitung, Besitz und Erwerb kinderpornografischer Schriften vorgeworfen. Die beiden Hauptbeschuldigten werden in einem gemeinsamen Prozess angeklagt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Freiburg. Insgesamt sitzen in dem Fall acht Verdächtige aus dem In- und Ausland in Untersuchungshaft.

Im Video: Der Missbrauchsfall von Staufen

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Betroffene können sich kostenfrei und anonym an das Hilfetelefon des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung wenden: 0800-22 55 530

kkl/dpa

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