Staufener Missbrauchsfall 44-Jähriger muss acht Jahre in Haft

Mit Folterwerkzeug im Rucksack reiste Daniel V. nach Karlsruhe, um einen Jungen zu vergewaltigen. Das Landgericht hat ihn nun schuldig gesprochen - und Sicherungsverwahrung angeordnet.

Der 44-jährige Daniel V. vor Gericht (Archiv)
DPA

Der 44-jährige Daniel V. vor Gericht (Archiv)


Im Zusammenhang mit dem Staufener Missbrauchsfall hat das Landgericht Karlsruhe einen 44-jährigen Angeklagten aus Schleswig-Holstein zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Richter ordneten zudem die anschließende Sicherungsverwahrung für den einschlägig vorbestraften Handwerker an.

Daniel V. war nach Überzeugung des Gerichts im vergangenen Jahr nach Karlsruhe gereist, um dort einen neunjährigen Jungen zu vergewaltigen. Bei seiner Festnahme wurden Folterutensilien bei ihm gefunden.

In Staufen hatten Berrin T. und ihr Lebensgefährte Christian L. den Sohn der Frau missbraucht und im sogenannten Darknet für Vergewaltigungen angeboten. Gegen sie läuft derzeit der Prozess vor dem Landgericht Freiburg.

Tötungsabsicht nicht nachgewiesen

Der nun verurteilte Daniel V. soll im Darknet angefragt haben, ob er den Neunjährigen sexuell missbrauchen und danach töten dürfe. Das habe Christian L. aber abgelehnt.

Nach der Festnahme von T. und L. im September 2017 hatte der 44-Jährige erneut Kontakt aufgenommen, da er von der Verhaftung des Paares nichts wusste. Die Polizei nahm ihn bei einem zum Schein verabredeten Treffen im Oktober in Karlsruhe fest.

Eine Tötungsabsicht konnte dem Mann im Verfahren nicht nachgewiesen werden. Die Beweisaufnahme wie auch die Plädoyers fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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SPIEGEL TV

hut/apr/AFP



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