Nordrhein-Westfalen Unfall mit fünf Toten - Polizei prüft Hinweise auf illegales Rennen

Ein 20-Jähriger wollte den Kontakt für eine Radaranlage umfahren und krachte in ein entgegenkommendes Auto. Fünf Menschen starben. Die Polizei geht nun einer möglichen neuen Spur nach.

Unfallstelle in Stolberg
Ralf Roeger/dmp-press/dpa

Unfallstelle in Stolberg


Im Zusammenhang mit einem schweren Unfall vor Weihnachten nahe Aachen prüft die Polizei, ob ein illegales Autorennen eine Rolle gespielt hat. Nach bisherigen Zeugenvernehmungen gebe es keinen schlüssigen Beweis dafür, sagte ein Polizeisprecher. Es stünden aber noch weitere Vernehmungen an.

Die Polizei werde auf Behauptungen in den sozialen Netzwerken reagieren, dem Unfall mit fünf Toten in Stolberg sei ein illegales Rennen vorausgegangen, sagte der Sprecher. Es werde versucht, den Absender entsprechender Einträge zu ermitteln und ihn als Zeugen zu befragen.

Ein 20-jähriger Autofahrer soll kurz vor Weihnachten in Stolberg deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein und den verheerenden Unfall durch ein Ausweichmanöver vor einem Blitzer verursacht haben. Der junge Mann machte den Ermittlern zufolge einen Schlenker auf die Gegenspur, um den Kontakt für die Radaranlage in der Fahrbahn zu umfahren.

Das Auto des Unfallfahrers stieß frontal mit dem Auto einer Familie zusammen, das sofort in Flammen aufging. In dem Fahrzeug verbrannte eine 44-jährige Mutter mit ihren 16 und 17 Jahre alten Kindern.

In dem Fahrzeug des Unfallfahrers starb eine 21-jährige Frau, zwei Tage später erlag ein 22 Jahre alter Mitfahrer seinen Verletzungen. Der Fahrer selbst und eine 20 Jahre alte Mitfahrerin überlebten schwer verletzt. Gegen den Fahrer wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

Im Video: Illegale Raserei in Berlin - Straßenrennen mit Todesfolge

ABIX

wit/dpa



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