Kinder zu Nacktbildern überredet Mann muss wegen Cybergrooming dreieinhalb Jahre in Haft

Er gab sich als 13-jähriges Mädchen aus: Weil ein Mann aus Mecklenburg-Vorpommern Kinder im Internet zu Nacktbildern überredet hat, ist er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.


Das Landgericht Stralsund hat einen 41-jährigen Mann wegen sogenannten Cybergroomings zu drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Angeklagte aus Ribnitz-Damgarten hatte über Instagram und WhatsApp Kinder in ganz Deutschland animiert, ihm Nacktbilder von sich zu schicken, auf denen sie sexuelle Handlungen an sich vornehmen, wie das Gericht mitteilte.

Seit 2014 kontaktierte der Mann demnach gezielt vor allem Mädchen, wobei er sich als 13-Jährige ausgab und als hässlich bezeichnete. Das untermauerte er, indem er den Chatpartnerinnen Nacktbilder eines Kindes schickte.

Die arglosen Kinder sandten laut Gericht von sich gefertigte Nacktfotos oder pornografische Videos zurück. Insgesamt war der Mann in 138 Fällen mit seiner Masche erfolgreich.

Der Angeklagte war im Mai dieses Jahres verhaftet worden und legte vor Gericht ein Geständnis ab. Das Urteil wegen Cybergroomings, dem gezielten Ansprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte, ist bereits rechtskräftig.

wit/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.