Mehr als vier Jahre nach der Tat "Gotthard-Raser" sitzt im Gefängnis

Lange wehrte er sich dagegen, die Haft antreten zu müssen - letztlich erfolglos. Jetzt wurde der sogenannte Gotthard-Raser in ein Gefängnis gebracht.

Gotthard-Tunnel
REUTERS

Gotthard-Tunnel


Ein als "Gotthard-Raser" bekannt gewordener deutscher Autofahrer sitzt gut vier Jahre nach seiner Fahrt durch einen Tunnel in der Schweiz im Gefängnis. Er sei am Morgen an seinem Wohnort im Kreis Ludwigsburg von Polizisten abgeholt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.

Zuvor hatte die Behörde vergebens versucht, den Mann zum freiwilligen Haftantritt zu bewegen. Der 44-Jährige hatte sich laut Staatsanwaltschaft zuletzt selbst für krank erklärt und war mehreren Aufforderungen, sich bei einem Sachverständigen zur Untersuchung zu melden, nicht nachgekommen.

Der Mann hatte der Schweizer Justiz zufolge 2014 mehrmals mit viel zu hoher Geschwindigkeit andere Fahrzeuge im Gotthard-Tunnel überholt. Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde lieferte er sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei - erlaubt war auf dieser Strecke Tempo 120.

Ein Schweizer Gericht verurteilte ihn im Juni 2017 wegen "Gefährdung des Lebens und wiederholter grober qualifizierter Verletzung der Verkehrsregeln" in Abwesenheit zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, von denen er zwölf Monate verbüßen soll. Das Oberlandesgericht Stuttgart entschied in diesem Frühjahr, dass der Mann seine Haftstrafe in Deutschland absitzen muss.

bbr/dpa



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