Suche im Atlantik Erste Hinweise auf vermissten Frachter "Arctic Sea"

Seit Tagen galt sie als verschollen - nun gibt es einem Bericht zufolge erste Signale von der "Arctic Sea". Der Holzfrachter mit 15 russischen Seeleuten an Bord ist laut "Financial Times Deutschland" nahe der Kapverden im Atlantik geortet worden.


Moskau/London - Der seit Wochen verschwundene Holzfrachter "Arctic Sea" ist einem Bericht der "Financial Times Deutschland" ("FTD") zufolge aufgetaucht. Das Schiff wurde demnach am Freitag in den frühen Morgenstunden nordwestlich der Kapverden-Insel Santo Antao geortet. Zudem verdichten sich Gerüchte, der Frachter sei entführt worden. An Bord befinden sich 15 russische Seeleute, über ihr Schicksal ist bislang nichts bekannt.

Die Reederei wollte dies gegenüber SPIEGEL ONLINE nicht bestätigen: "Wir haben zu diesem Zeitpunkt keinerlei Informationen. Wir wissen nichts über das Schicksal des Schiffes", hieß es bei der Niederlassung der Reederei im russischen Archangelsk.

Die "Arctic Sea" (Archivbild): Vor den Kapverden geortet?
DPA

Die "Arctic Sea" (Archivbild): Vor den Kapverden geortet?

Nach bisherigen Angaben gab es den letzten Funkkontakt des unter maltesischer Flagge fahrenden Schiffs am 28. Juli bei der Einfahrt in den Ärmelkanal. Die letzte Bewegung wurde am 30. Juli vor der französischen Küste aufgezeichnet, auch vor Portugal wurde der 98 Meter lange Doppelwandfrachter mit der Kennung IMO 8912792 ausgemacht. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sendete das Schiff noch am 1. August Nachrichten an die Solchart-Dependance in Archangelsk.

Die "Arctic Sea" war auf dem Weg von Finnland in den algerischen Hafen Bejaia. Dort wurde der 4000-Tonnen-Frachter am 4. August erwartet.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Novosti hatte Russland vier Schiffe seiner Schwarzmeerflotte entsandt, um die Atlantik-Küste vor Spanien und Portugal nach dem verschollenen Schiff abzusuchen. Die Fregatte "Ladnij" und die Landungsschiffe "Jamal ", "Asof" und "Nowotscherkassk" wurden bei der Suche von zwei Atom-U-Booten der russischen Streitkräfte unterstützt.

jjc

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