TV-Reporter in Südafrika Handy-Klau vor laufender Kamera 

Ein südafrikanischer Fernsehreporter wird kurz vor einer Live-Schalte in Johannesburg mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt. Was die Täter offenbar nicht bemerkten: Die Kamera lief.

REUTERS

In Südafrika ist ein TV-Reporter vor laufender Kamera überfallen worden. Die Räuber hatten es auf das Smartphone des Journalisten abgesehen und bedrohten ihn mit einer Pistole. Sie bekamen aber wohl nicht mit, dass alles gefilmt wurde.

Vuyo Mvoko vom öffentlichen Rundfunk SABC bereitete sich vor einem Krankenhaus in Johannesburg gerade auf eine Live-Schalte vor, als die Räuber zuschlugen. "Es war wirklich nur Sekunden bevor wir für die Abendnachrichten live gehen sollten", sagte Mvoko seinem Sender. Die Diebe erbeuteten demnach drei Mobiltelefone und einen Laptop.

"Erschieß den Hund!", sagte einer der Diebe vor laufender Kamera zu seinem bewaffneten Komplizen, nachdem sich der perplexe Mvoko zunächst geweigert hatte, sein Telefon herzugeben. Als eine Kollegin hinter der Kamera ihm zugeschrien habe, sein Handy auszuhändigen, habe er es hergegeben, schilderte Mvoko.

Gewaltkriminalität ist in Südafrika ein alltägliches Übel. Es kommt oft zu bewaffneten Raubüberfällen. Die Mordrate liegt etwa 40-mal höher als in Deutschland - das Land hat weltweit eine der höchsten Mordraten außerhalb von Kriegsgebieten.

wit/lev/dpa

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