"Bitch" auf dem Unterarm Zwölfjährige wurde offenbar von Eltern der Freundin tätowiert

Sie wollte bei Freunden übernachten - und kam mit einem Tattoo zurück. Im US-Bundesstaat Pennsylvania sind zwei Erwachsene angeklagt, eine Zwölfjährige entstellt zu haben. In einer spontanen Aktion hatten sie ihr offenbar den Schriftzug "Bitch" auf den Unterarm tätowiert.


Centerville - Von einer Übernachtungsparty bei Freunden ist eine Zwölfjährige im US-Bundesstaat Pennsylvania offenbar mit einer bleibenden Erinnerung zurückgekommen. Die Eltern ihrer Freunde sollen ihr ohne Einwilligung ihrer Eltern ein Tattoo gestochen haben. Der Schriftzug "Bitch" ziert der Zeitung "The Titusville Herald" zufolge seither den Unterarm des Mädchens. Eine wenig schmeichelhaft Bezeichnung, das Wort bedeutet auf Deutsch so viel wie "Schlampe".

Der Vorfall soll sich an einem Abend Mitte Mai im Wohnwagen der beiden Beschuldigten ereignet haben, wo der 33-Jährige und die 30-Jährige die Kinder beaufsichtigten.

Das Mädchen bat laut Zeitung um ein Tattoo und sagte, ihre Mutter sei damit einverstanden, solange es sich nur um ein kleines Motiv handele. Auf eine Nachfrage bei der Mutter verzichteten die beiden Erwachsenen demnach vor der Tätowierung.

"Bitch" und ein Smiley

Nun müssen sich die Eltern der Freundin vor einem Gericht in Crawford County verantworten. Der Zeitung zufolge ist der Schriftzug noch mit einem Smiley versehen - das ändert nach Ansicht der Staatsanwaltschaft jedoch nichts an der Entstellung des Kindes.

Dem Duo wird Angriff auf das Wohl Minderjähriger vorgeworfen. Die Zwölfjährige beschuldigt den 33-Jährigen, die Tätowierung vorgenommen zu haben. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft deswegen auch noch schwere Körperverletzung vor.

vez



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ichbinnurich 20.06.2014
1.
Es hört sich ja ganz danach an, dass die Kleine diesen Schriftzug wollte. Das befreit die Erwachsenen zwar nicht von ihrer Schuld, aber für mich hört sich das ähnlich wie die Anklage gegen MCs an, weil ein paar Mädchen davon zugenommen haben.
hman2 20.06.2014
2. Huch
Zitat von ichbinnurichEs hört sich ja ganz danach an, dass die Kleine diesen Schriftzug wollte. Das befreit die Erwachsenen zwar nicht von ihrer Schuld, aber für mich hört sich das ähnlich wie die Anklage gegen MCs an, weil ein paar Mädchen davon zugenommen haben.
Eine Zwölfjärige kann den Horizont einer solchen Entscheidung fürs Leben nicht überblicken, die Erwachsenen jedoch schon. Deshalb sind sie glasklar dran. Und völlig zu Recht. Und wenn diese Typen in ihrem Wohnwagen (!) nicht ein professionelles Tattoostudio inklusive Autoklaven zur Sterilisation haben, dann ist das mehr als "nur" schwere Körperverletzung... Da braucht man auch wohl kaum zu fragen, ob da nicht-krebserregende Farben verwendet wurden (die sind eh selten)...
#9vegalta 20.06.2014
3. @2
Es ist wahrscheinlich der übliche Übersetzungsfehler. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Mobile Home, auch Trailor genannt, ein einfaches Gebäude, das in sogenannten Trailor Parks (Wohnsiedlungen der ärmeren Amerikaner) zu finden ist. Wird per LKW transportiert um am Zielort fest mit Wasser und Gasanschluss installiert. Normalerweise mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnräumen ausgestattet. Lässt sich zum Tattoo-Studio einrichten. Bundesstaat und Umstände klingen nach entsprechendem Umfeld.
dolfi 20.06.2014
4. An 9vegalta
Stimme ich zu. Nur sind das keine Trailor-Parks sondern Trailer-Parks. Dort lebt häufig der sog. "White Trash" wie sich solche Leute selbst nennen. Das Verhalten dieser Leute passt zu der beschriebenen Story.
chalchiuhtlicue 20.06.2014
5.
Zitat von ichbinnurichEs hört sich ja ganz danach an, dass die Kleine diesen Schriftzug wollte. Das befreit die Erwachsenen zwar nicht von ihrer Schuld, aber für mich hört sich das ähnlich wie die Anklage gegen MCs an, weil ein paar Mädchen davon zugenommen haben.
Ich gehe mal davon aus, dass die USA eine gleiche, altersabhängige Regelung der Geschäftsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen haben, wie es bei uns der Fall ist. Hier wäre eine 12-jährige nicht berechtigt, ein Geschäft zu tätigen, das eine bleibende körperliche Veränderung zur Folge hat. Würde hier jemand eine 12-jährige ohne Einverständnis der Erziehungsberechtigten tätowieren, hätte er ebenfalls den Staatsanwalt am Popo. Wo ist das Problem?
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