Nach Angriff in Waffel-Restaurant Mutmaßlicher Todesschütze von Nashville gefasst

Am Wochenende hatte ein Mann in einem Waffel-Restaurant im US-Bundesstaat Tennessee ein Blutbad angerichtet - seitdem war er auf der Flucht. Nun hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen.

Waffel-Restaurant am Stadtrand von Nashville
Shelley Mays/dpa

Waffel-Restaurant am Stadtrand von Nashville


Der Mann, der in der Nacht zu Sonntag am Stadtrand von Nashville mutmaßlich vier Menschen getötet haben soll, ist festgenommen worden. Vier weitere Menschen wurden bei der Tat in einem Waffel-Restaurant im US-Bundesstaat Tennessee verletzt. Der Angreifer war seitdem auf der Flucht.

Der Todesschütze aus dem US-Staat Illinois war in der Nacht zum Sonntag mit einem Pick-up-Truck vor dem Restaurant vorgefahren und hatte das Feuer eröffnet. Nach Polizeiangaben trug der Schütze nur einem Mantel über dem nackten Körper, den er dann im Restaurant ablegte. Er flüchtete zu Fuß. Das Motiv für die Tat blieb zunächst völlig unklar.

Die Tat hatte in der Gegend um Nashville Panik ausgelöst. Die meisten Schulen schlossen oder sagten zumindest ihre Nachmittagsprogramme ab, da der Täter noch auf der Flucht war.

Augenzeugen hatten ihn erkannt

Nach Zeugenaussagen soll der Mann eine Art Sturmgewehr im Stil des berüchtigten AR-15 benutzt haben. Für den Erwerb der halbautomatischen Waffe, die zuletzt bei mehreren aufsehenerregenden Verbrechen in den USA genutzt worden war, bedarf es in Tennessee keiner Lizenz.

Mehr als hundert Polizeibeamte hatten den mutmaßlichen Täter in dem Gebiet gesucht. Dabei wurden sie von FBI-Agenten unterstützt.

Offenbar hatte er sich in einem Waldgebiet in der Nähe seines Wohnhauses verschanzt. Augenzeugen hatten ihn erkannt, als er über eine Baustelle in der Nähe in den Wald ging. Wie lang er genau dort war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Bei seiner Festnahme habe er einen Rucksack getragen, in dem sich der Polizei Nashville zufolge neben einer Taschenlampe unter anderem eine weitere Schusswaffe und Munition befanden.

Mutmaßlicher Täter war bereits auffällig

Nach Angaben der Polizei waren dem Mann in der Vergangenheit Schusswaffen entzogen worden. Anlass war damals ein Versuch, eine Barrikade am Weißen Haus zu durchbrechen. Die Polizei will nun prüfen, ob der Vater des Mannes die Waffen an den Sohn illegalerweise weitergegeben hat.

Polizei in der Nähe des bewaldeten Gebiets der Festnahme
AP

Polizei in der Nähe des bewaldeten Gebiets der Festnahme

US-Medien feierten nach dem Vorfall einen Gast des Restaurants, der sich dem Angreifer entgegenstellte. Der 29 Jahre alte James Shaw jr. entriss dem Schützen die Waffe und warf sie hinter die Theke. Präsident Donald Trump würdigte den Mut des Mannes, wie seine Sprecherin Sarah Sanders am Montag erklärte.

cop/AP/dpa/Reuters



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