Terroralarm bei "Rock am Ring" Zwei Männer fielen bei Verkehrskontrolle auf

Eine Verkehrskontrolle hat offenbar zur Unterbrechung des "Rock am Ring"-Festivals geführt. Dabei fielen zwei Verdächtige auf, sie sollen Verbindungen zu hessischen Salafisten haben.

"Rock am Ring"-Bühne
DPA

"Rock am Ring"-Bühne


Die Polizei hat die mögliche Terrorgefahr beim Festival "Rock am Ring" wohl bei einer Verkehrskontrolle bemerkt. Zwei Männer aus Hessen mit syrischen Wurzeln gerieten bereits am Donnerstag in Koblenz ins Visier der Ermittler - einen Tag vor Beginn des dreitägigen Musikfestivals in der Eifel. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte den Verdacht einer Verbindung in die dschihadistisch-salafistische Szene in Hessen, nannte aber noch keine Details. Die Staatsanwaltschaft Koblenz teilte mit, bei Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen in Hessen seien einige Beweismittel sichergestellt worden. "Die werten wir aus." Die Razzien fanden laut Polizei in Fulda und Medien zufolge im Raum Frankfurt statt.

Einem Bericht der Koblenzer "Rhein-Zeitung" zufolge fielen den Polizisten bei der Kontrolle der beiden Männer Armbändchen mit uneingeschränktem Zugang zum Festival auf. Ihre Namen hätten nicht zu den Personallisten gepasst, die der Veranstalter den Behörden zur Sicherheitsüberprüfung gegeben habe. Die Männer seien von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Frankfurter Subunternehmer zu dem Musikspektakel am Nürburgring geschickt worden.

Wegen des Terrorverdachts war das Festival mit 87.000 Besuchern am Freitag unterbrochen und das Gelände zeitweise geräumt worden. Die beiden Helfer und ein dritter Mann aus Hessen wurden vorübergehend festgenommen.

wit/dpa



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