Londoner Juwelenräuber Terry Perkins stirbt in Haft - Millionen-Beute bleibt verschollen

Der Coup ging in die Geschichte ein: Vier Rentner erbeuteten in London 2015 Geld und Juwelen im Wert von vielen Millionen Euro. Einer von ihnen ist nun gestorben - und nimmt ein Geheimnis mit ins Grab.

AFP/ London MPS

Er war einer der britischen Juwelenräuber, die bei einem spektakulären Einbruch im Londoner Diamantenviertel ein Vermögen erbeuteten: Nun ist Terry Perkins im Alter von 69 Jahren im Gefängnis gestorben. Er habe Herzprobleme gehabt, teilten die Behörden mit. Eine Antwort auf die Frage, wo sich die Beute aus dem Einbruch befinde, blieb er demnach bis zu seinem Tod schuldig.

Perkins hatte zwei Jahre seiner siebenjährigen Haftstrafe abgesessen. Erst in der vergangenen Woche hatte er die Warnung eines Richters erhalten, dass weitere sieben Jahre Haft auf ihn zukämen, wenn er nicht 7,3 Millionen Euro aus der Beute zurückzahle. Die Anwälte des 69-Jährigen sagten, er habe das Geld nicht. Drei weitere Drahtzieher des Juwelenraubs sitzen weiterhin in Haft. Sie sind inzwischen 63, 77 und 78 Jahre alt. Auch ihnen drohen verlängerte Strafen, wenn sie die Beute nicht zurückgeben.

Die betagten Einbrecher hatten sich an Ostern 2015 über einen Aufzugschacht bis zum Tresorraum des Diamantendepots im Londoner Stadtteil Hatton Garden abgeseilt. Anschließend verschafften sie sich mit einem Spezialbohrer Zugang durch die 50 Zentimeter dicke Betonwand. An mehreren Tagen räumten sie dann über das Wochenende insgesamt 72 Schließfächer aus, in denen Juweliere ihre Ware und Bargeld für die Feiertage deponiert hatten.

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London: Der Coup im Diamantenviertel

Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Tat damals als "den größten Einbruch in der englischen Rechtsgeschichte".

fok/dpa



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