Todesstrafe in den USA Texas richtet verurteilten Mörder hin

Danny Bible vergewaltigte und tötete 1979 eine Frau. Nun wurde der 66-Jährige in Texas hingerichtet. Die Injektion bereitete ihm Schmerzen, so seine letzten Worte. Die Anwälte scheiterten mit dem Antrag, ihn erschießen zu lassen.

Todeskammer in Texas (Archiv)
Getty Images

Todeskammer in Texas (Archiv)


Der US-Bundesstaat Texas hat das Todesurteil gegen einen verurteilten Mörder und Vergewaltiger vollstreckt. Der 66 Jahre alte Danny Bible starb, nachdem ihm eine Giftspritze verabreicht worden war.

Es ist die zwölfte Hinrichtung in den USA in diesem Jahr, sieben davon vollstreckte Texas. Kein anderer Bundesstaat setzte die Todesstrafe seit deren Wiedereinführung im Jahr 1976 häufiger um.

Bible war wegen eines Mordes zum Tode verurteilt worden. Er vergewaltigte und tötete 1979 eine 20 Jahre alte Frau. Ihre Leiche war mit zahlreichen Verletzungen durch einen Eispickel an einem Wasserlauf gefunden worden. Daher wurde Bible "Eispickel-Killer" genannt.

Zwei Jahrzehnte lang blieb der Fall ein Rätsel - bis Bible gestand. 2003 fiel das Urteil. Insgesamt gestand Bible vier Morde sowie mehrere Vergewaltigungen von Frauen und sexuelle Belästigung von Kindern.

Seine Anwälte hatten noch versucht, eine andere Art der Todesstrafe durchzusetzen. Sie führten an, dass seine Venen wegen Parkinson und anderer Krankheiten für eine Injektion ungeeignet waren seien. Die Todesspritze könne deswegen zu großen Schmerzen führen.

"Das tut weh"

Sie schlugen vor, dass er erschossen werden oder Stickstoff inhalieren solle. Beide Methoden sind in Texas illegal, wurden in ein paar anderen Bundesstaaten aber erlaubt, wie die "Washington Post" berichtet.

Stickstoff führt laut "Boston Globe" schnell zur Bewusstlosigkeit und kurze Zeit später zum Gehirntod. In den Bundesstaaten Ohio und Alabama mussten in der Vergangenheit bereits Exekutionen abgebrochen werden, weil sich bei den Todeskandidaten keine geeignete Vene für die Giftinjektion fand.

Eine Stunde vor der Injektion wies der Oberste Gerichtshof den Antrag der Anwälte zurück. Laut Presseberichten dauerte Bibles Hinrichtung 15 Minuten, er habe nicht das Wort ergriffen. Während der Exekution murmelte er laut dem "Houston Chronicle": "Das tut weh."

Video: Todesstrafe in den USA

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Hinrichtungen seit 1976

jpz/AP/AFP

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