Thüringen Rechte Burschenschafter sollen Flüchtlinge attackiert haben

In Thüringen hat eine Gruppe Burschenschafter offenbar unbegleitete minderjährige Flüchtlinge angegriffen. Die Verfolger indes fühlen sich ihrerseits angegriffen.


Im thüringischen Kahla sollen rechte Burschenschafter mehrere Flüchtlinge angegriffen haben. Nach einem Streit habe einer der Männer zwei minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan am Kragen gepackt, teilte die Polizei unter Berufung auf die Aussagen der Opfer zu dem Vorfall mit, der sich bereits am Wochenende ereignet hatte. Die Angegriffenen hätten daraufhin den Mann geschlagen und seien geflüchtet.

Mehrere der zu einer Feier in einem Vereinslokal versammelten Burschenschafter verfolgten den Angaben zufolge die Jugendlichen in ein Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dort habe sie ein Betreuer aufgehalten.

Als die Polizei die Personalien der Gäste einer Burschenschaftsfeier habe aufnehmen wollen, herrschte laut Polizei eine aufgeheizte und aggressive Stimmung. Die Beamten seien beleidigt worden. Einige Burschenschafter gehören laut Polizei der rechten Szene in Kahla an.

Der Staatsschutz ermittelt wegen Körperverletzung und Beleidigung. Die Burschenschafter wiederum zeigten die Flüchtlinge wegen Körperverletzung an.

apr/AFP

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